Cape Cod, zu zweit.
30/12/05 20:50 Filed in: Luzies
Geschichten
Ich habe heute die ehrenvolle Aufgabe den letzten
Eintrag für dieses Jahr in Dirks Blog zu schreiben
(wohl hauptsächlich aus dem Grund, weil er gerade
essen muss).
Nach meiner Ankunft in Boston und täglichen Besuchen bei den jungen Eltern- wir haben gemeinsam Weihnachten mit Carsten, Kristina, Sigfrid und Uli gefeiert, sowie uns bekochen lassen, als auch selber gekocht- sind wir zum Entspannen nach Cape Cod gefahren. Das ist das "straffe Ärmchen" (im Gegensatz zu Dirk finde ich es eher schmächtig aussehend) am südlichen Ende von Massachusetts.
Wunderschön, mit einem Hauch Darß-Feeling. Mit unserem Mietauto sind wir heute von Woods Hole nach Provincetown gefahren. Direkt am Meer gelegen und dennoch sehr hügelig, ist es uns beiden gleich ans Herz gewachsen. Es gibt auch sehr schöne kleine Läden mit ausgefallenen Dingen, die, wie es scheint, alle im Besitz von Schwulen sind. Die besten Drag Shows im weiten Umkreis finden natürlich hier statt. Überhaupt ein schöner Ort um noch einmal wieder zu kommen.
Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Nach meiner Ankunft in Boston und täglichen Besuchen bei den jungen Eltern- wir haben gemeinsam Weihnachten mit Carsten, Kristina, Sigfrid und Uli gefeiert, sowie uns bekochen lassen, als auch selber gekocht- sind wir zum Entspannen nach Cape Cod gefahren. Das ist das "straffe Ärmchen" (im Gegensatz zu Dirk finde ich es eher schmächtig aussehend) am südlichen Ende von Massachusetts.
Wunderschön, mit einem Hauch Darß-Feeling. Mit unserem Mietauto sind wir heute von Woods Hole nach Provincetown gefahren. Direkt am Meer gelegen und dennoch sehr hügelig, ist es uns beiden gleich ans Herz gewachsen. Es gibt auch sehr schöne kleine Läden mit ausgefallenen Dingen, die, wie es scheint, alle im Besitz von Schwulen sind. Die besten Drag Shows im weiten Umkreis finden natürlich hier statt. Überhaupt ein schöner Ort um noch einmal wieder zu kommen.
Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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The Siggi has landed - Onkel Dirk
30/12/05 20:29 Filed in: Personal
Am 23.12. 2005 um 4 Uhr Pacific Standard Time bin ich
Onkel geworden! Carsten und Kristina sind die stolzen
Eltern des 4.3 kg schweren, kleinen Sigfrid Sachse
geworden! Der kleine Siggi, amerikanischer
Staatsbürger, wird in seinem Paß als Geburtsort
Cambridge stehen haben, was ja auch was her macht!
Nicht nur der Name hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Helden meiner Kindheit, Sigmund Jähn, wie man hier sieht.
Nicht nur der Name hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Helden meiner Kindheit, Sigmund Jähn, wie man hier sieht.
Weihnachtsbeleuchtung
29/12/05 20:35 Filed in: on America
Das muss aber unbedingt auch nochmal gesagt werden:
Vorgärten sind hier extrem beleuchtet um die
Weihnachtszeit:
Sehr beliebt sind Tiere wie Rehe oder Rentiere aus einem Drahtgestell, das dann mit Lampen beleuchtet wird. Nach Aussagen von Kennern der Szene ist allerdings dieses Jahr schon weniger davon zu sehen, als letztes Jahr.
Sehr beliebt sind Tiere wie Rehe oder Rentiere aus einem Drahtgestell, das dann mit Lampen beleuchtet wird. Nach Aussagen von Kennern der Szene ist allerdings dieses Jahr schon weniger davon zu sehen, als letztes Jahr.
Frohe Weihnachten!
24/12/05 15:53 Filed in: Personal
Fussball & War on Google & Intelligent Design
22/12/05 22:07 Filed in: Internet
Um mir die Wartezeit aufs (Christ)kind zu verkürzen,
surfe ich im Netz und finde doch immer mal wieder
ganz erstaunliche Sachen:
Ein netter Artikel aus der Zeit, zu Fussball und Bier.
Unglaublich, jemand hat sich selbst in GoogleEarth gefunden.
Hier in den USA tobt angeblich ein "War on Christmas", TV-Fundamentalisten (allen voran FOX news) ereifern sich daran, das es hier in vielen Geschäften, als auch auf der Weihnachtsgrüßkarte des Weißen Hauses eher religionsneutral "Happy Holidays" als "Merry Christmas" heisst. Zum Glück findet nun langsam doch eine öffentliche Diskussion über den War on Terror und seine Methoden hier statt, sonst könnte man verzweifeln.
Science kührt die Evolution zum scientific breakthrough of the year, im Hinterkopf absurde Entwicklungen in dem Land aus dem die Top-Forschung kommt. Immerhin hat sich sowohl die Kontrollinstanz Justiz als auch der Bürgerwille durchgesetzt, das school board, was den Prozeß angestossen hatte, wurde gnadenlos von den Eltern abgewählt.
Ein netter Artikel aus der Zeit, zu Fussball und Bier.
Unglaublich, jemand hat sich selbst in GoogleEarth gefunden.
Hier in den USA tobt angeblich ein "War on Christmas", TV-Fundamentalisten (allen voran FOX news) ereifern sich daran, das es hier in vielen Geschäften, als auch auf der Weihnachtsgrüßkarte des Weißen Hauses eher religionsneutral "Happy Holidays" als "Merry Christmas" heisst. Zum Glück findet nun langsam doch eine öffentliche Diskussion über den War on Terror und seine Methoden hier statt, sonst könnte man verzweifeln.
Science kührt die Evolution zum scientific breakthrough of the year, im Hinterkopf absurde Entwicklungen in dem Land aus dem die Top-Forschung kommt. Immerhin hat sich sowohl die Kontrollinstanz Justiz als auch der Bürgerwille durchgesetzt, das school board, was den Prozeß angestossen hatte, wurde gnadenlos von den Eltern abgewählt.
Back in Boston
21/12/05 21:20 Filed in: Personal
Nach 3.5 Wochen auf dem Land, am wunderschönen
Cape Cod (Woods Hole liegt in
der Achselhöhle des Arms...), bin ich zurück in
der Großstadt (Reste des Schnees sind als
gefrorene Dreckklumpen recht gefährlich).
Hat sehr viel Spaß gemacht, ich hab sehr viel gelernt (habe zum ersten Mal Cyanobakterien von Angesicht zu Angesicht gesehen, bisher ja immer nur deren Überreste im Gaschormatographen - ist nicht ganz dasselbe), sehr viele nette Leute (unter denen ne ganze Menge Amerikaner waren) getroffen. Habe auch fast nur Englisch gesprochen in den letzten Wochen, was sich dann durchaus bemerkbar macht, einige neue Wörter bereichern meinen Wortschatz. Nun beginnen die ruhigen Weihnachtstage, Luzie kommt in wenigen Tagen, ich bastel schon die ganze Zeit an einer Tour von Boston, die möglicherweise sogar New York beinhaltet. Aber ich freu mich auch, das es absehbar ist, das wir uns in Seattle bald häuslich niederlassen werden. Das Leben aus dem Koffer ist ja mal ganz nett, aber ein richtiges eigenes zu Hause würde ich nicht verschmähen.
Hat sehr viel Spaß gemacht, ich hab sehr viel gelernt (habe zum ersten Mal Cyanobakterien von Angesicht zu Angesicht gesehen, bisher ja immer nur deren Überreste im Gaschormatographen - ist nicht ganz dasselbe), sehr viele nette Leute (unter denen ne ganze Menge Amerikaner waren) getroffen. Habe auch fast nur Englisch gesprochen in den letzten Wochen, was sich dann durchaus bemerkbar macht, einige neue Wörter bereichern meinen Wortschatz. Nun beginnen die ruhigen Weihnachtstage, Luzie kommt in wenigen Tagen, ich bastel schon die ganze Zeit an einer Tour von Boston, die möglicherweise sogar New York beinhaltet. Aber ich freu mich auch, das es absehbar ist, das wir uns in Seattle bald häuslich niederlassen werden. Das Leben aus dem Koffer ist ja mal ganz nett, aber ein richtiges eigenes zu Hause würde ich nicht verschmähen.
Stromausfall und Schneechaos (hier: winter storm)
11/12/05 22:04 Filed in: Personal
Freitag nachmittag fegte ein Wintersturm über Woods
Hole, Bäume wurden entwurzelt und die schönen aber
unpraktischen Überlandstromleitungen wurden teilweise
in Mitleidenschaft gezogen, so dass Woods Hole
komplett ohne Strom war.
Man wird sich erst dann bewusst, was man an dem Strom so hat, wenn es dunkel und kalt wird im Haus (der Thermostat der Gasheizung braucht natürlich Strom...), Internet, sonst hier allgegenwärtig, geht natürlich auch nicht. Kein Licht von der Straße, aber zumindest die lokale Bar, Captn Kidd, schenkt noch Bier aus im Dunkeln (natürlich nicht ohne vorher kontrolliert zu haben, ob man schon 21 ist...), bei Holz im Kamin. Sehr nett eigentlich, zumidest für kurze Zeit.
Dem Sturmchaos flüchtete ich nach Boston übers Wochenende, nur um dort in das Schneeschaos zu geraten, in Boston hatte es in 2h 30cm Neuschnee gegeben, die Reste davon zieren noch die Statdt, das sind wirklich nur noch die Reste:
Jedenfalls war in Boston wohl ein richtiger Blizzard zu Gange, in Woods Hole hatte das Meer ganz ordentliche Wellen zu bieten. Aber die Leute nehmen das alles recht locker, denn der Winter hat ja noch gar nicht richtig begonnen. Man kennt das hier.
"Schneechaos" heisst hier übrigens "winter storm" und "Blitzeis" gibts hier nicht, also das Wort. Sympathisch, wie ich finde.
Der Stromausfall hat mich natürlich daran gehindert am Liveticker im Internet das grandiose Losglück unserer Fußballnationalmannschaft zu verfolgen. Jedoch, man staune, traf ich einen fussbalbegeisterten Amerikaner im Captn Kidd mit dem ich sogleich die Auslosung auswerten konnte. Die USA haben es recht hart erwischt mit Italien und Tschechien, während wir mal wieder Glück hatten. Ist machbar, sagt ja auch Klinsi. Finaaaaaale würd ich sagen!
Man wird sich erst dann bewusst, was man an dem Strom so hat, wenn es dunkel und kalt wird im Haus (der Thermostat der Gasheizung braucht natürlich Strom...), Internet, sonst hier allgegenwärtig, geht natürlich auch nicht. Kein Licht von der Straße, aber zumindest die lokale Bar, Captn Kidd, schenkt noch Bier aus im Dunkeln (natürlich nicht ohne vorher kontrolliert zu haben, ob man schon 21 ist...), bei Holz im Kamin. Sehr nett eigentlich, zumidest für kurze Zeit.
Dem Sturmchaos flüchtete ich nach Boston übers Wochenende, nur um dort in das Schneeschaos zu geraten, in Boston hatte es in 2h 30cm Neuschnee gegeben, die Reste davon zieren noch die Statdt, das sind wirklich nur noch die Reste:
Jedenfalls war in Boston wohl ein richtiger Blizzard zu Gange, in Woods Hole hatte das Meer ganz ordentliche Wellen zu bieten. Aber die Leute nehmen das alles recht locker, denn der Winter hat ja noch gar nicht richtig begonnen. Man kennt das hier.
"Schneechaos" heisst hier übrigens "winter storm" und "Blitzeis" gibts hier nicht, also das Wort. Sympathisch, wie ich finde.
Der Stromausfall hat mich natürlich daran gehindert am Liveticker im Internet das grandiose Losglück unserer Fußballnationalmannschaft zu verfolgen. Jedoch, man staune, traf ich einen fussbalbegeisterten Amerikaner im Captn Kidd mit dem ich sogleich die Auslosung auswerten konnte. Die USA haben es recht hart erwischt mit Italien und Tschechien, während wir mal wieder Glück hatten. Ist machbar, sagt ja auch Klinsi. Finaaaaaale würd ich sagen!
Bumper Stickers
11/12/05 21:10 Filed in: on America
Nun muss ich doch mal endlich auf eine besondere
Eigenart der Amerikaner hinweisen. Die sogenannten
bumper stickers, also
Aufkleber, die man an die Stoßstange seines
Autos klebt, wahlweise auch irgendwo anders hin,
jedenfalls ist es wichtig, das es jemand sieht.
Hauptsächlich werden dadurch politische
Äußerungen getätigt, hier im tiefblauen Massachusetts sind
natürlich die "Kerry for President" ö.ä. sehr
verbreitet. Mein bisheriger Spitzenreiter jedoch
fand sich an einem Pickup in Woods Hole:
Wobei ich mich zwischen beiden Aufklebern nicht entscheiden kann. Man versteht hier, wenn man jemandem nach einem Niesen "Gesundheit" wünscht. Ein Überbleibsel davon, das der größte Teil der europäischen Einwanderer in den vorangegangenen Jahrhunderten aus Deutschland kam, und nicht wie man denken könnte aus England.
Wobei ich mich zwischen beiden Aufklebern nicht entscheiden kann. Man versteht hier, wenn man jemandem nach einem Niesen "Gesundheit" wünscht. Ein Überbleibsel davon, das der größte Teil der europäischen Einwanderer in den vorangegangenen Jahrhunderten aus Deutschland kam, und nicht wie man denken könnte aus England.
Schnee am 2. Advent!
04/12/05 17:39 Filed in: Personal
Ein Blick aus dem Fenster heute früh: alles ist weiß!
Der Winter ist da! Hurra! Und da hier sowieso alles
ne Idee größer ist, schneite es auch gleich richtig
(bestimmt 10 cm).
Das war eine nette Überraschung. Ich hab mich dann auch zu einem etwas längeren Spaziergang aufgemacht, durch den Winterwald.
Gestern waren Carsten und Kristina aus Boston zu Besuch, wir sind am Meer entlang gefahren und haben uns Falmouth, das nächstgrößere, man kann schon sagen Städtchen, angeschaut und Fish&Chips gegessen. Am Meer war es sauwindig und kalt, aber klar. Naja, es wird Winter, und heute war ja nun auch alles weiß. Ich muss mal Glühwein machen die Tage, denn so richtig Weihnachtsstimmung gibts hier nicht. Anscheinend ist Glühwein sowieso deutsches Kulturgut. in Woods Hole ist ja nun eh nicht so wahnsinnig viel los. Es gibt 2 Kneipen, die sind ganz vernünftig. Ansonsten sieht man doch nur Studenten oder Wissenschaftler. Im Sommer ist die Gegend von Touristen bevölkert, bzw von etwas reicheren Leuten, die die Sommerhäuser hier besitzen. In einem solchen wohne ich gerade, meine Mitbewohnerin macht quasi Housesitting für diese Familie. Ist natürlich ein ganz netter Luxus, in einem richtigen Haus mit viel Platz und großem Kühlschtrank zu wohnen. Und wireless Internet. 5 Minuten Fußweg zum MBL Campus, wo unser Kurs stattfindet. Natürlich sitzt man mehr oder weniger fest hier, wenn man kein Auto hat, aber der Kurs füllt die Tage ja sowieso aus (und ist ziemlich gut). Ich sitze tagsüber also meist an einem nagelneuen Zeiss-Mikroskop und gucke mir Mikroben an, die im Sediment ihr Unwesen treiben. Als Geologe staunt man nicht schlecht, was da doch alles so passiert. Ich bin bisher immer ignorant an sowas vorbeigelaufen, aber selbts unter dem Sand am Strand (dh hinter den Dünen) finden sich solche interessanten Sachen:
Das grüne Zeug macht Photosynthese. Klar. Also, Augen auf beim nächsten Strandurlaub!
Das war eine nette Überraschung. Ich hab mich dann auch zu einem etwas längeren Spaziergang aufgemacht, durch den Winterwald.
Gestern waren Carsten und Kristina aus Boston zu Besuch, wir sind am Meer entlang gefahren und haben uns Falmouth, das nächstgrößere, man kann schon sagen Städtchen, angeschaut und Fish&Chips gegessen. Am Meer war es sauwindig und kalt, aber klar. Naja, es wird Winter, und heute war ja nun auch alles weiß. Ich muss mal Glühwein machen die Tage, denn so richtig Weihnachtsstimmung gibts hier nicht. Anscheinend ist Glühwein sowieso deutsches Kulturgut. in Woods Hole ist ja nun eh nicht so wahnsinnig viel los. Es gibt 2 Kneipen, die sind ganz vernünftig. Ansonsten sieht man doch nur Studenten oder Wissenschaftler. Im Sommer ist die Gegend von Touristen bevölkert, bzw von etwas reicheren Leuten, die die Sommerhäuser hier besitzen. In einem solchen wohne ich gerade, meine Mitbewohnerin macht quasi Housesitting für diese Familie. Ist natürlich ein ganz netter Luxus, in einem richtigen Haus mit viel Platz und großem Kühlschtrank zu wohnen. Und wireless Internet. 5 Minuten Fußweg zum MBL Campus, wo unser Kurs stattfindet. Natürlich sitzt man mehr oder weniger fest hier, wenn man kein Auto hat, aber der Kurs füllt die Tage ja sowieso aus (und ist ziemlich gut). Ich sitze tagsüber also meist an einem nagelneuen Zeiss-Mikroskop und gucke mir Mikroben an, die im Sediment ihr Unwesen treiben. Als Geologe staunt man nicht schlecht, was da doch alles so passiert. Ich bin bisher immer ignorant an sowas vorbeigelaufen, aber selbts unter dem Sand am Strand (dh hinter den Dünen) finden sich solche interessanten Sachen:
Das grüne Zeug macht Photosynthese. Klar. Also, Augen auf beim nächsten Strandurlaub!



