letzter Arbeitstag, letzter Tag in der Wohnung, erster Tag Urlaub
31/08/07 00:08 Filed in: Personal
Mein Abschied beginnt nun auch, Sachen sind gepackt,
Arbeit beendet, paper submitted und aus der Wohnung
ausgezogen. Nun bleibe ich bei Patrick und Sarah, in
Ballard, der Nachbarneighborhood von Fremont.
Das was mir den Abschied versüßt und noch nicht
wirklich real macht, ist der Monat den ich hier
noch habe. Bald mehr davon.
Das Highdive in Fremont.
Das Highdive in Fremont.
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Eastern Washington - Grand Coulee II
27/08/07 23:47 Filed in: Personal
Auch wenn ich jetzt alleine in Seattle bin, muss das
Leben und Gegend erkunden weitergehen. Lange geplant,
endlich ausgeführt: Patrick
und ich wollten schon lange mal in der Wüste
wandern gehen (also, technisch geshen ist es
Steppe, nicht Wüste). Mitte August, das Wetter
in Seattle war unter aller Sau, sind wir dann zu
zweit in Richtung Osten gefahren,
wieder zum Grand Coulee. Diesmal mit mehr Zeit
und zelten am Steamboat Rock State Park.
Zur Geologie habe ich mich ja schon ausgelassen, also lasse ich das mal weg. Alles der gleiche Columbia River Flut Basalt. Das Wasser ist im Tal weil es dort einen Staudamm gibt und eben den Columbia River, ansonsten ist es ja warm und trocken da. Ideal zum Wandern also. Wir haben so ein paar Wanderungen in der Gegend gemacht, und wenn ich es nicht inzwischen verstanden hätte, das Washington nicht nur grün ist, würde ich denken ich wär in Colorado oder Utah. Ich liebe diese Gegend! Haufenweise Fotos mit blauem Himmel, die den Polarisationsfilter bis an die Schmerzgrenze herausfordern hier. (Im bewölkten Seattle macht der Filter ja keinen Unterschied)
Zur Geologie habe ich mich ja schon ausgelassen, also lasse ich das mal weg. Alles der gleiche Columbia River Flut Basalt. Das Wasser ist im Tal weil es dort einen Staudamm gibt und eben den Columbia River, ansonsten ist es ja warm und trocken da. Ideal zum Wandern also. Wir haben so ein paar Wanderungen in der Gegend gemacht, und wenn ich es nicht inzwischen verstanden hätte, das Washington nicht nur grün ist, würde ich denken ich wär in Colorado oder Utah. Ich liebe diese Gegend! Haufenweise Fotos mit blauem Himmel, die den Polarisationsfilter bis an die Schmerzgrenze herausfordern hier. (Im bewölkten Seattle macht der Filter ja keinen Unterschied)
Luzies Abschied aus Seattle
27/08/07 22:58 Filed in: Personal
Auch wenn es nun schon eine Weile her ist und ich mit
dem Blogschreiben hinterherhänge: Luzie ist
inzwischen schon wieder zurück in Deutschland, und
arbeitet sogar schon! Die Hauptstadt ruft auch mich
schon in Bälde, Ende September werde auch ich Seattle
verlassen.
Nunja, das traurige sind ja immer die Verabschiedungen. Für mich umso mehr, denn ich habe das ja alles nochmal vor mir, nachdem ich es ja nun mit Luzie schon mitgemacht habe: Zuerst gab es einen zünftigen Abend in unserer lokalen Kneipe, dem Buckaroo. Ich glaube ich hab das noch gar nicht so richtig gewürdigt, eine sehr gute Bar, nicht auf hip gemacht (wie sonst recht vieles in Fremont) sonder halt eine Art Wartburg (Bar in Jena) von Fremont. Dive-Bar nennt man das hier. Jedenfalls war der Abend sehr lang, so dass ich einen großen Teil unseres Yard Sales am nächsten Tag verpasste. EIn "Yard Sale", oder auch "Garage Sale" oder "Rummage Sale" ist auch was sehr amerikanisches. Einmal im Jahr (im Sommer) bringt man seinen ganzen Müll vor sein Haus, pflastert die Gegend mit Hinweisschildern die eben "Yard Sale" sagen zu und verkauft alles für 1-5$ das Stück. Egal was, die Leute kaufen recht viel. So habe ich auch nen CD Player für 10$ erstanden und ähnliche Schnäppchen. Am Abend danach sind wir Suhsi essen gewesen, und dann bowlen im Sunset Bowl in Ballard. Am dritten, und Luzies wirklich letztem (vollen) Tag, waren wir in Magnolia, ein sehr schöner Stadteil von Seattle (siehe Bild oben mit uns zwsichen Pacific Madron und Space Needle), essen mit Blick auf Boote und die Skyline von Seattle und spazierengehen am Strand. Den letzten Sonnenuntergang gab es im Carkeek Park bevor ich Luzie früh am Morgen zum Flughafen gefahren habe... die traurigen Momente habe ich jetzt ausgelassen, das waren die Verabschiedungen von unseren Freunden. Ich habe noch 4 Wochen um mich langsam darauf vorzubereiten. Sarah und Patrick geben auch eine schöne Beschreibung derselben Ereignisse, die ich natürlich verlinke.
Fotos vom Verabschieden hier und vom Juli in Seattle auch hier.
Nunja, das traurige sind ja immer die Verabschiedungen. Für mich umso mehr, denn ich habe das ja alles nochmal vor mir, nachdem ich es ja nun mit Luzie schon mitgemacht habe: Zuerst gab es einen zünftigen Abend in unserer lokalen Kneipe, dem Buckaroo. Ich glaube ich hab das noch gar nicht so richtig gewürdigt, eine sehr gute Bar, nicht auf hip gemacht (wie sonst recht vieles in Fremont) sonder halt eine Art Wartburg (Bar in Jena) von Fremont. Dive-Bar nennt man das hier. Jedenfalls war der Abend sehr lang, so dass ich einen großen Teil unseres Yard Sales am nächsten Tag verpasste. EIn "Yard Sale", oder auch "Garage Sale" oder "Rummage Sale" ist auch was sehr amerikanisches. Einmal im Jahr (im Sommer) bringt man seinen ganzen Müll vor sein Haus, pflastert die Gegend mit Hinweisschildern die eben "Yard Sale" sagen zu und verkauft alles für 1-5$ das Stück. Egal was, die Leute kaufen recht viel. So habe ich auch nen CD Player für 10$ erstanden und ähnliche Schnäppchen. Am Abend danach sind wir Suhsi essen gewesen, und dann bowlen im Sunset Bowl in Ballard. Am dritten, und Luzies wirklich letztem (vollen) Tag, waren wir in Magnolia, ein sehr schöner Stadteil von Seattle (siehe Bild oben mit uns zwsichen Pacific Madron und Space Needle), essen mit Blick auf Boote und die Skyline von Seattle und spazierengehen am Strand. Den letzten Sonnenuntergang gab es im Carkeek Park bevor ich Luzie früh am Morgen zum Flughafen gefahren habe... die traurigen Momente habe ich jetzt ausgelassen, das waren die Verabschiedungen von unseren Freunden. Ich habe noch 4 Wochen um mich langsam darauf vorzubereiten. Sarah und Patrick geben auch eine schöne Beschreibung derselben Ereignisse, die ich natürlich verlinke.
Fotos vom Verabschieden hier und vom Juli in Seattle auch hier.
blogumorganisation: neue Fotos jetzt woanders
25/08/07 11:08 Filed in: Personal
Hallo zusammen. Ich werde das blog etwas
umstrukturieren, neue Fotos werden jetzt als schicke
Webgalerien veröffentlicht, genau hier:
http://gallery.mac.com/dirk.sachse
Das macht es für mich einfacher da es direkt aus iPhoto raus geht. Ich will euch die Details ersparen. Aber Bilder werden weiterhin von hier aus verlinkt.
Bis denn,
Dirk.
http://gallery.mac.com/dirk.sachse
Das macht es für mich einfacher da es direkt aus iPhoto raus geht. Ich will euch die Details ersparen. Aber Bilder werden weiterhin von hier aus verlinkt.
Bis denn,
Dirk.
Urlaub in den Olympics
06/08/07 22:42 Filed in: Personal
Unser letzter gemeinsamer Urlaub stand an: wir nehmen
eine Woche frei und fahren nochmal rüber auf die
Olympische Halbinsel. Dazu muss ich gleich vornweg
eine kurze Begebenheit erzählen: An einem Zeltplatz
treffen wir ein paar Deutsche (alles voll da drüben,
alle mit Wohnmobil auf dem Highway
101 unterwegs...) und man unterhält sich so
beim Geschirr abwaschen:
Dirk: Wie lange sind sie denn noch unterwegs?
Deutsche Urlauberin: Ach, leider ist unser Urlaub eigentlich schon vorbei, wir fliegen in 10 Tagen nach Hause.
Da musste ich schlucken, vielleicht bin ich schon zu amerikanisiert. Man muss dazu nur wissen das der Durchnschnittsamerikaner ganze 10 Urlaubstage IM JAHR hat. Die Deutschen waren übrigens seit 3 Wochen unterwegs im Lande. Vancouver Island, das ganze Programm, alle Nationalparks. So isses.
Egal, ich wollte vom Urlaub erzählen. Mit der Fähre ging es wieder mal in die Olympics, Luzie und ich zelteten am Pazifik, wir waren (fast) am nordwestlichsten Punkt der USA. Am Pazifikstrand, mal wieder im Nebel, fanden wir Tonnen von Seesternen aller Farbrichtungen und später trafen wir Valerie und Alex im Hoh Rainforest, dem lokalen Regenwald hier. Man muss wissen das Seattle nämlich im Regenschatten (man glaubt es kaum!) der Olympischen Berge liegt und diese bekommen die volle Ladung ab: 3600 bis 4200 mm pro Jahr! Dementsprechend sieht es dort aus:
Eigentlich mutig von uns dorthin zu fahren. Wie auch immer, wir wollten nach unserer 2-Tages-Wanderung am Lake Chelan nochmal sowas machen, diesmal 3 Tage vom Regenwald zum Gletscher des Mt. Olympus hinauf. Der ist gar nicht so hoch (nur 2427m) und hier ist es gar nicht so kalt, aber weil es soviel regnet hat dieser Berg mehrere beachtliche Gletscher. Jedenfalls kann man den Hoh Rainforest Trail für 18 Meilen (29 km, one-way, also 58 km hin und zurück) entlang des Hoh Flusses von quasi 0 hinauf auf 5000 Fuss (1500m) zum Blue Glacier, dem blauen Gletscher laufen. Gesagt getan. Freitag morgen brachen wir bei Sonnenschein auf und schafften 14.8 Meilen (24 km) bis zum Martins Creek, immerhin 2400 Fuss hoch. Dort hiess es zelten. Da es dort im Regenwald so nass ist, kann man hier überall Lagerfeuer machen, was die Romatik eines solchen backpacking trips natürlich deutlich steigert. Am Ende es Tages muss das Essen dann im Sack an einen Baum gehängt werden, damit der Bär nicht mal auf die Idee kommt, etwas davon zu essen. Leider haben wir aber keinen Bären, wie am Lake Chelan gesehen. Am 2. Tag ging es dann mit leichterem Gepäck die restlichen 4 Meilen (6.5. km) hinauf zum Gletscher. Am Anfang bewegten wir uns noch in Wolken, es klarte jedoch rechtzeitig auf, und der doch recht anstrengende und sich hinziehende trail lohnt sich alleine deswegen:
Ein herrlicher Lehrbuchgletscher und blauer Himmel belohnt uns, bevor es wieder nach unten geht. Zelte eingesammelt und die verbleibenden 4 Meilen zum Lewis Meadows. Dort zelteten wir in einem trockenen Flußbett des Hoh River, man kam sich fats vor wie am Strand. Und auch der regenwald machte seinem Namen die Ehre, am Abend begann der Regen. Am Morgen tröpfelte es noch, aber rechtzeitig zum Start des 10 Meilen (16km) Rückweges zum Auto hörte es auf. Nun konnten wir den Regenwald so erleben, wie er sein soll, triefend, feucht und grün. Ich finde das passt besser. Eine lange Autofahrt später und eine schöne Fährfahrt brachten uns am Sonntagabend zurück nach Seattle. Viele Bilder vom Zelten hier und von der 3-Tageswanderung hier.
Dirk: Wie lange sind sie denn noch unterwegs?
Deutsche Urlauberin: Ach, leider ist unser Urlaub eigentlich schon vorbei, wir fliegen in 10 Tagen nach Hause.
Da musste ich schlucken, vielleicht bin ich schon zu amerikanisiert. Man muss dazu nur wissen das der Durchnschnittsamerikaner ganze 10 Urlaubstage IM JAHR hat. Die Deutschen waren übrigens seit 3 Wochen unterwegs im Lande. Vancouver Island, das ganze Programm, alle Nationalparks. So isses.
Egal, ich wollte vom Urlaub erzählen. Mit der Fähre ging es wieder mal in die Olympics, Luzie und ich zelteten am Pazifik, wir waren (fast) am nordwestlichsten Punkt der USA. Am Pazifikstrand, mal wieder im Nebel, fanden wir Tonnen von Seesternen aller Farbrichtungen und später trafen wir Valerie und Alex im Hoh Rainforest, dem lokalen Regenwald hier. Man muss wissen das Seattle nämlich im Regenschatten (man glaubt es kaum!) der Olympischen Berge liegt und diese bekommen die volle Ladung ab: 3600 bis 4200 mm pro Jahr! Dementsprechend sieht es dort aus:
Eigentlich mutig von uns dorthin zu fahren. Wie auch immer, wir wollten nach unserer 2-Tages-Wanderung am Lake Chelan nochmal sowas machen, diesmal 3 Tage vom Regenwald zum Gletscher des Mt. Olympus hinauf. Der ist gar nicht so hoch (nur 2427m) und hier ist es gar nicht so kalt, aber weil es soviel regnet hat dieser Berg mehrere beachtliche Gletscher. Jedenfalls kann man den Hoh Rainforest Trail für 18 Meilen (29 km, one-way, also 58 km hin und zurück) entlang des Hoh Flusses von quasi 0 hinauf auf 5000 Fuss (1500m) zum Blue Glacier, dem blauen Gletscher laufen. Gesagt getan. Freitag morgen brachen wir bei Sonnenschein auf und schafften 14.8 Meilen (24 km) bis zum Martins Creek, immerhin 2400 Fuss hoch. Dort hiess es zelten. Da es dort im Regenwald so nass ist, kann man hier überall Lagerfeuer machen, was die Romatik eines solchen backpacking trips natürlich deutlich steigert. Am Ende es Tages muss das Essen dann im Sack an einen Baum gehängt werden, damit der Bär nicht mal auf die Idee kommt, etwas davon zu essen. Leider haben wir aber keinen Bären, wie am Lake Chelan gesehen. Am 2. Tag ging es dann mit leichterem Gepäck die restlichen 4 Meilen (6.5. km) hinauf zum Gletscher. Am Anfang bewegten wir uns noch in Wolken, es klarte jedoch rechtzeitig auf, und der doch recht anstrengende und sich hinziehende trail lohnt sich alleine deswegen:
Ein herrlicher Lehrbuchgletscher und blauer Himmel belohnt uns, bevor es wieder nach unten geht. Zelte eingesammelt und die verbleibenden 4 Meilen zum Lewis Meadows. Dort zelteten wir in einem trockenen Flußbett des Hoh River, man kam sich fats vor wie am Strand. Und auch der regenwald machte seinem Namen die Ehre, am Abend begann der Regen. Am Morgen tröpfelte es noch, aber rechtzeitig zum Start des 10 Meilen (16km) Rückweges zum Auto hörte es auf. Nun konnten wir den Regenwald so erleben, wie er sein soll, triefend, feucht und grün. Ich finde das passt besser. Eine lange Autofahrt später und eine schöne Fährfahrt brachten uns am Sonntagabend zurück nach Seattle. Viele Bilder vom Zelten hier und von der 3-Tageswanderung hier.
mit Besuch aus Jena in die Wüste, französische Ortsnamen und Geologie
Also, doch nochmal Besuch aus Jena! Und dann noch
dienstlich! Gerd, seineszeichens mein Doktorvater,
war auf Dienstdurchreise hier. Nach Absolvierung des
wissenschaftlichen Programmes an der Uni blieb noch
zeit fürs kulturelle. Leider ist der Sommer dieses
Jahr doch eher
durchnschnittlich, scheinbar war der letzte doch die
Ausnahme. Es ist grau und feucht, oft, aber
wir haben dann auch diese herrlichen tage an
denen Mt. Rainier über der Stadt trohnt.., Gerd
war dieser Anblick nocht vergönnt, deshalb für
ihn ein Bild vom letzten Jahr:
So sieht das wirklich aus. Und diese Tage lassen einen dann aber auch den Rest vergessen. Man kann die Seattlelites dann sehr gut verstehen, das sie den grauen langen, nassen Winter überstehen. Das ist es wert, das ist wirklich einzigartig.
Egal, wir hatten nur ein Wochenende, also hiess es ab in die Wüste. Ich habs ja schon mehrmals erwähnt, 2h östlich von Seattle ist Schluß mit Evergreen State. Da kann man recht sicher sein, das es zu dieser Jahreszeit trocken und heiss ist. Also, nix wie rüber zu den Salzseen vom Lower Grand Coulee. Ein ehemaliger Flußlauf des Columbia River, also eine Art Canyon, heisst hier auf Altfranzösisch Coulee. Waren wohl die alten französichen Trapper, die hier vor gerade mal 200 Jahre aufliefen und manchen Orten französiche Namen gaben, die es heute noch gibt. Immernoch, wo doch sogar french fries (Pommes) nun freedom fries heissen (sollten, aber keine macht mit, zu dumm - aber nun ist der neue französische Präsident ja auch ein halber Amerikaner). [Wikipedia ist schon cool, so habe ich eben erfahren das Sauerkraut im ersten Weltkrieg schonmal liberty cabbage hiess...]
Wie dem auch sei, dieses Coulee hat eine ganz andere, viel ältere interessantere Geschichte, speziell cool für die Geologen unter euch. Zunächst mal befinden wir uns wieder in den Columbia River Plateau Basalten, die das ganze Gebiet vor 10-15 Millionen Jahren mit Lava bedeckten. Dann war lange nix, die Eiszeiten bedeckten später alles mit Eis. Als die Eispanzer abschmolzen, vor 15000-13000 Jahren, bildete sich im heutigen Montana ein riesiger See, der Lake Missoula, hinter den Gletschern. In diesen 2000 Jahren brachen diese Eisdämme mehrmals, und so ergossen sich der halbe Lake Michigan über Ost Washington - innerhalb von wenigen Wochen. Man nennt das ganze die Missoula Floods, man kann sich das nicht vorstellen, aber das Wort Megaflood scheint dem ganzen durchaus gerecht zu werden. Jedenfalls wurde auch das Tal des Grand Coulee durch so ein event geformt.
Also, hier hat die Geologie anstatt Jahrmillionen, wie beim Grand Canyon, mal nur Wochen gebraucht. Es gibt eine ganze Reihe von Solchen sagen wir mal Abflußrinnen, die sogenannten scablands in Ost-Washington. Also fuhren wir wir da hin, besichtigten die dry falls, Wasserfälle die einstmals die größten der Welt waren (kurzzeitig aber gross). Heute ist es wie gesagt Wüste, so gibt es Salzseen, wie den Soap Lake in eben diesem Tal. Gemeinhin wird behauptet das Wasser und Sediment wäre Heilwasser bzw hautfreundlicher Schlamm, es wird sogar mit einem Schild am See darauf hingewiesen, dass es vergleichbares Wasser nur in Baden-Baden, Germany gäbe, aber mein geliebter Reiseführer "Roadside Geology of Washington" sagt dazu trocken: "We don't agree". Ich sags ja, alles nur Cyanobakterien (ich mag diese inzwischen auch aus wissenschaftlichen Gründen sehr gerne).
So sieht das wirklich aus. Und diese Tage lassen einen dann aber auch den Rest vergessen. Man kann die Seattlelites dann sehr gut verstehen, das sie den grauen langen, nassen Winter überstehen. Das ist es wert, das ist wirklich einzigartig.
Egal, wir hatten nur ein Wochenende, also hiess es ab in die Wüste. Ich habs ja schon mehrmals erwähnt, 2h östlich von Seattle ist Schluß mit Evergreen State. Da kann man recht sicher sein, das es zu dieser Jahreszeit trocken und heiss ist. Also, nix wie rüber zu den Salzseen vom Lower Grand Coulee. Ein ehemaliger Flußlauf des Columbia River, also eine Art Canyon, heisst hier auf Altfranzösisch Coulee. Waren wohl die alten französichen Trapper, die hier vor gerade mal 200 Jahre aufliefen und manchen Orten französiche Namen gaben, die es heute noch gibt. Immernoch, wo doch sogar french fries (Pommes) nun freedom fries heissen (sollten, aber keine macht mit, zu dumm - aber nun ist der neue französische Präsident ja auch ein halber Amerikaner). [Wikipedia ist schon cool, so habe ich eben erfahren das Sauerkraut im ersten Weltkrieg schonmal liberty cabbage hiess...]
Wie dem auch sei, dieses Coulee hat eine ganz andere, viel ältere interessantere Geschichte, speziell cool für die Geologen unter euch. Zunächst mal befinden wir uns wieder in den Columbia River Plateau Basalten, die das ganze Gebiet vor 10-15 Millionen Jahren mit Lava bedeckten. Dann war lange nix, die Eiszeiten bedeckten später alles mit Eis. Als die Eispanzer abschmolzen, vor 15000-13000 Jahren, bildete sich im heutigen Montana ein riesiger See, der Lake Missoula, hinter den Gletschern. In diesen 2000 Jahren brachen diese Eisdämme mehrmals, und so ergossen sich der halbe Lake Michigan über Ost Washington - innerhalb von wenigen Wochen. Man nennt das ganze die Missoula Floods, man kann sich das nicht vorstellen, aber das Wort Megaflood scheint dem ganzen durchaus gerecht zu werden. Jedenfalls wurde auch das Tal des Grand Coulee durch so ein event geformt.
Also, hier hat die Geologie anstatt Jahrmillionen, wie beim Grand Canyon, mal nur Wochen gebraucht. Es gibt eine ganze Reihe von Solchen sagen wir mal Abflußrinnen, die sogenannten scablands in Ost-Washington. Also fuhren wir wir da hin, besichtigten die dry falls, Wasserfälle die einstmals die größten der Welt waren (kurzzeitig aber gross). Heute ist es wie gesagt Wüste, so gibt es Salzseen, wie den Soap Lake in eben diesem Tal. Gemeinhin wird behauptet das Wasser und Sediment wäre Heilwasser bzw hautfreundlicher Schlamm, es wird sogar mit einem Schild am See darauf hingewiesen, dass es vergleichbares Wasser nur in Baden-Baden, Germany gäbe, aber mein geliebter Reiseführer "Roadside Geology of Washington" sagt dazu trocken: "We don't agree". Ich sags ja, alles nur Cyanobakterien (ich mag diese inzwischen auch aus wissenschaftlichen Gründen sehr gerne).
Picnic im Park
03/08/07 16:57 Filed in: Personal
Nun geht die Seattle Zeit langsam dem Ende entgegen.
Zeit genug, mal endlich eine Party zu organisieren.
Da Sommer ist möchte man auch gerne draussen sein und
der Thüringer in mir will auch grillen. Im "Bavarian Meats" gibt es zwar
keine richtigen Thüringer Bratwürste, aber
dennoch ganz gute. Also, haben wir unsere
Freunde eingeladen an einem schönen
Sonntagnachmittag im nahen Woodland Park mit uns
zu grillen. Bekannterweise darf man kein Bier
oder sonstiges Alkohol in der Öffentlichkeit
konsumieren, schon gar nicht im Park, wo so
viele Kinder spielen. Über diesen Umstand
schüttelt nun auch jeder Amerikaner den wir
kennen den Kopf. Aber, da man hier ja das to-go,
also unterwegs
trinken quasi erfunden hat, füllt man sein
Bier in unauffällige Gefäße, wie eben einen
Kaffeetrinkbecher oder eine Plastiktrinkflasche.
Und es macht ja jeder so. Es gibt auch keine
Getränkepolizei oder so (beim
Sasquatch-Festival gab es Liquor enforcement, was
auch immer die machten), von daher ist es dann auch
ok. Höhepunkt des Festes war dann das Piñata
zerschlagen:
Die USA sind ja inzwischen schon fast ein spanischprechendes Land, also halten auch mehr und mehr mexikanische Bräuche Einzug. Piñatas sind Pappdinger die mit Süssigkeiten gefüllt werden und zumeist das Geburtstagskind muss dann mit einem Stock und verbundenen Augen versuchen das Teil kurz und klein zu schlagen. Man sieht dabei unglaublich blöd aus (man sieht ja nix), die Masse freuts das natürlich um so mehr. Fotos
Die USA sind ja inzwischen schon fast ein spanischprechendes Land, also halten auch mehr und mehr mexikanische Bräuche Einzug. Piñatas sind Pappdinger die mit Süssigkeiten gefüllt werden und zumeist das Geburtstagskind muss dann mit einem Stock und verbundenen Augen versuchen das Teil kurz und klein zu schlagen. Man sieht dabei unglaublich blöd aus (man sieht ja nix), die Masse freuts das natürlich um so mehr. Fotos
Katzenalarm!
03/08/07 16:53 Filed in: Personal
Luzie hat ja im Seattle Animal Shelter, dem örtlichen
Tierheim als Freiwillige gearbeitet. Dabei kann man
Katzen solange bei sich zu Hause betreuen, bis sie
neue Eltern gefunden haben. Im Juni gab es ganz viele
junge, kleine Katzen. Wir hatten einmal 5 kleine süße
Kätzchen! Da war was los in der Bude, ich habe mich
besonders in den kleinen Tuxedo verliebt:
Er kam immer auf einen heraufgeklettert... und hat immer ganz laut miaut, wenn man nach Hause kam. Ja, nun haben die Kleinen aber eine neue Heimat und wir ja auch bald. Luzie schaut schon nach Katzen...
Er kam immer auf einen heraufgeklettert... und hat immer ganz laut miaut, wenn man nach Hause kam. Ja, nun haben die Kleinen aber eine neue Heimat und wir ja auch bald. Luzie schaut schon nach Katzen...



