Bayern in den USA

Wenn man in den USA sagt, man käme aus Deutschland, erzählen einem alle ach ja, ich war schon mal da! In München, Oktoberfest und so. Autobahn! Aber wollen wir mal nicht ungerecht sein, umgekehrt ist es ja auch nicht anders, Seattle assoziert man daheim ja auch allgemein mit Nirvana und Regen. Siehe die TAZ über Seattle hier. Und vielleicht Kaffee. Jedefalls sind wir um unsere Geburtstage im September in den herrlichen North Cascades gewesen, in der Nähge eines kleinen Städchens namens Leavenworth. In den guten alten Zeiten wurden da Bäume gefällt und zu Holz gemacht (im Sinne von Geld). Dann waren alle Bäume weg, zumidest fast, und Umweltschützer und so Leute traten auf den Plan - naja, wahrscheinlich ist es nur einfach billiger nun Holz aus Indonesien oder China zu importieren.
leavenworth
Jedenfalls musste sich die Stadt ein neues Standbein suchen und die herrliche Bergwelt ringsum schrie nach Tourismus. Also wurde das Dorf kurzerhand in ein bayrisches Bergdorf umgewandelt. Alle Häuser mussten im bayrischen Stil (um)gebaut werden. Wir waren da als gerade das Oktoberfest stattfand - es gab Bier und Bratwürste und Sauerkraut, gar nicht so schlecht! Aber eine Stunde reichte, bevor wir uns in die Berge verabschiedeten, wandern ist dort herrlich. Wir sind hier schon auf der Ostseite der Cascade Mountains, es ist dort deutlich trockener, was vor allem heisst, man hat mehr Blicke, weil es weniger Vegetation dort gibt (oder ist das noch Resultat der Holzfällerarbeit?). Hier ein paar Bilder von diesem Wochenende, übrigens mit der neuen Kamera, Spiegelreflex ist wieder da.
|