Kaffee trinken in Seattle
12/02/07 20:36 Filed in: on America
Lange habs ich schon vor, nun endlich kommt der
Bericht zum Kaffetrinken.
Das ist nämlich was besonderes hier, und nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Aufgrund extremen Zeitmangels hat der Amerikaner das Kaffeetrinken to-go erfunden. Das gibt es ja inzwischen auch schon in Deutschland. Da man hier die meiste Zeit seines Lebens auf Arbeit oder im Auto verbringt, muss jedes Auto mehrere Getränketassenhalter haben. Die europäischen Hersteller haben da auch gewisse Umsatzeinbussen hinnehmen müssen, weil sie diesen Trend verschlafen hatten. Ein guter SUV aus dem (untergehenden) Hause Ford, GM oder Chrysler hat 7. Aber das nur am Rande. Zurück zum Kaffee.
Kaffee in den omnipräsenten Cafes zu bestellen ist nicht so einfach. Als ich zum ersten Mal die Tafel las, auf der angeschrieben ist was man so alles bestellen kann, verstand ich gar nichts. Möchte man einen tall, medium oder grande oder venti (das sind nur die Größen, und jeder Kaffeeladen hat da andere Bezeichnungen für. Warum man nicht einfach bei small medium large geblieben ist...)? Man sollte ja meinen Kaffee ist Kaffee. Naja, ich bestellte einfach einen mittleren Kaffee. Man kommt sich dann doof vor, weil der vor einem der Barista (so heissen hier die Kaffeebarverkäuferinnen) einen ganzen Roman an die Backe gelabert hat und dann einen wahnsinnig sophisticaeted Kaffee bekommt, der 10 Minuten braucht, bis er gar ist. (hier hebt sich der Zeitgewinn durch das to-go Gehabe wieder auf).
Noch problematischer sind die ungefähr tausend verschiendenen Optionen, die man für seinen Kaffee hat, die aber nirgendwo stehen.
Ich glaube dass der Erfolg von Starbucks mit dem amerikanischen Streben nach ungeheurer Indiividualität einhergeht. Dh der Kaffee kann in 10.000 verschiedenen Varianten hergestelllt werden. Nicht nur kann man Milch haben, nein die kann entweder fat-free oder Soya Milch sein. Dann kann der Kaffee double oder single shot sein, also doppelt oder einfach (Espresso immerhin). Dann natürlich das übliche, Latte, Capuccino. Besonderheit ist der Americano, ein mit heissem Wasser verdünnter Espresso. Schmeckt auch so. Ach ja, und man kann dann noch extra room for cream (also extra Platz für Milch) haben. Und der ganz normale Kaffee wäre dann ein Drip Coffee, also der bekannte Filterkaffee.
Aber bei allem Wirrwarr muss man Seattle zugestehen, das die Kaffeekultur doch etwas hat, es gibt quasi nur Organic Coffee, also politisch korrekten Fair Trade Kaffee, der Kaffe ist lecker und die Cafes sind sehr nett. Man muss hier nie zu Starbucks gehen, es gibt ne Menge schicke Cafes in jedem Viertel. Trotz allem organic Gehabe wird der Kaffee aber gerne in Pappbechern serviert, aber als richtiger Seattlelite hat man natürlich einen Thermosbecher aus Metall. Sobald man aufs Land raus fährt ist natürlich der Spass vorbei und man sehnt sich nach Starbucks. Vor allem jenseits der Espresso Divide.
Das ist nämlich was besonderes hier, und nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Aufgrund extremen Zeitmangels hat der Amerikaner das Kaffeetrinken to-go erfunden. Das gibt es ja inzwischen auch schon in Deutschland. Da man hier die meiste Zeit seines Lebens auf Arbeit oder im Auto verbringt, muss jedes Auto mehrere Getränketassenhalter haben. Die europäischen Hersteller haben da auch gewisse Umsatzeinbussen hinnehmen müssen, weil sie diesen Trend verschlafen hatten. Ein guter SUV aus dem (untergehenden) Hause Ford, GM oder Chrysler hat 7. Aber das nur am Rande. Zurück zum Kaffee.
Kaffee in den omnipräsenten Cafes zu bestellen ist nicht so einfach. Als ich zum ersten Mal die Tafel las, auf der angeschrieben ist was man so alles bestellen kann, verstand ich gar nichts. Möchte man einen tall, medium oder grande oder venti (das sind nur die Größen, und jeder Kaffeeladen hat da andere Bezeichnungen für. Warum man nicht einfach bei small medium large geblieben ist...)? Man sollte ja meinen Kaffee ist Kaffee. Naja, ich bestellte einfach einen mittleren Kaffee. Man kommt sich dann doof vor, weil der vor einem der Barista (so heissen hier die Kaffeebarverkäuferinnen) einen ganzen Roman an die Backe gelabert hat und dann einen wahnsinnig sophisticaeted Kaffee bekommt, der 10 Minuten braucht, bis er gar ist. (hier hebt sich der Zeitgewinn durch das to-go Gehabe wieder auf).
Noch problematischer sind die ungefähr tausend verschiendenen Optionen, die man für seinen Kaffee hat, die aber nirgendwo stehen.
Ich glaube dass der Erfolg von Starbucks mit dem amerikanischen Streben nach ungeheurer Indiividualität einhergeht. Dh der Kaffee kann in 10.000 verschiedenen Varianten hergestelllt werden. Nicht nur kann man Milch haben, nein die kann entweder fat-free oder Soya Milch sein. Dann kann der Kaffee double oder single shot sein, also doppelt oder einfach (Espresso immerhin). Dann natürlich das übliche, Latte, Capuccino. Besonderheit ist der Americano, ein mit heissem Wasser verdünnter Espresso. Schmeckt auch so. Ach ja, und man kann dann noch extra room for cream (also extra Platz für Milch) haben. Und der ganz normale Kaffee wäre dann ein Drip Coffee, also der bekannte Filterkaffee.
Aber bei allem Wirrwarr muss man Seattle zugestehen, das die Kaffeekultur doch etwas hat, es gibt quasi nur Organic Coffee, also politisch korrekten Fair Trade Kaffee, der Kaffe ist lecker und die Cafes sind sehr nett. Man muss hier nie zu Starbucks gehen, es gibt ne Menge schicke Cafes in jedem Viertel. Trotz allem organic Gehabe wird der Kaffee aber gerne in Pappbechern serviert, aber als richtiger Seattlelite hat man natürlich einen Thermosbecher aus Metall. Sobald man aufs Land raus fährt ist natürlich der Spass vorbei und man sehnt sich nach Starbucks. Vor allem jenseits der Espresso Divide.
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