Endlich: eine eigene Wohnung!

Nach ziemlich genau 2.5 Monaten Leben aus dem Koffer in diversen Wohnungen in Somerville, Woods Hole, Cambridge und zuletzt in Seattle (genau genommen waren es 5 verschiedene Buden in den letzten 81 Tagen) haben wir eine Wohnung! Gelegen in Fremont, ein schöner Stadtteil von Seattle, nördlich des Lake Washington. Ehemals wohnten hier nur Hippies, bis es dann hip wurde hier zu wohnen und statt VW Bus (man sieht hier aber noch einige) fährt man jetzt Volvo. Vielleicht wohen hier aber auch noch dieselben Leute nur fahren sie jetzt Volvo. Naja, das wäre eine eigene Geschichte über den Erfolg von Volvo in den USA (insbesondere in der gebildeten oberen weissen Mittelklasse) zu schreiben. Vielleicht später mal.
house
Also, da wohnen wir nun, in diesem durchaus Bauhaus inspierierten Haus, gebaut in den 80ern. Die Lage ist perfekt (2 Blocks zum Bus, ich brauche mit diesem 15 min in die Uni), ruhig, oben auf dem Berg (man sieht die Spitze der Space Needle) die Wohnung sehr schön (nennt sich hier one bedroom loft, weil wir sozusagen ein zweistöckiges Wohnzimmer haben, siehe die Bilder). Der Manager der Bude, ein cooler Typ namens Pat, fährt (passend zu den 80ern) einen 600$ Datsun Sportcoupé. Auch hatten wir großes Glück, weil die Vormieterin heiratet und damit den gesamten Hausrat quasi loswerden wollte. Für ein paar Bucks haben wir ihr die Wohnungseinrichtung (inklusive Pflanzen, Tische, Sofa, Glotze, DVD Player, Teller, Töpfe ...) abgekauft und sind in eine möblierte Bude eingezogen. Das war sehr angenehm! Eine sonntägliche Fahrt zum nahen IKEA (man spricht das hier "eikiea" aus) konnten wir uns dennoch nicht verkneifen, sei es nur des Gefühls wegen, man ist wieder im Saalepark bei Leipzig - man fühlt sich wirklich so. Der einzige Unterschied zum Leipzig IKEA ist das riesige Parkhaus davor (etwas so groß wie IKEA selber) und das es billiger ist hier. Ansonsten gibts Regal BILLY, Stuhl POÅNG und: Daunenkissen GOTT (für 3.99$). Eine skandinavische Firma in den USA erweckt Heimatgefühle - wenn das nicht mal die Globalisierung ist.

ein paar Bilder von Seattle, unserem kleinen Bootsauflug (mit Chefs Boot) auf den Puget Sound und Spaziergänge im Golden State park und am Hafen in Ballard gibts hier.
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