Kakalaken auf Hawaii
11/02/07 11:12 Filed in: Luzies
Geschichten
Die meisten Reisen leben ja eher von den kleinen
Geschichten, die im so im Urlaub passieren. Zu meinen
Lieblingsgeschichten gehören ja immer
Tiergeschichten, wie der ein oder andere weiß... In
unserem Hawaii Urlaub gab es auch wieder eine - ganz
nach meinem Geschmack!
Es fing alles damit an, dass wir an der Westseite der Insel keinen Zeltplatz am Strand gefunden haben und daraufhin gleich in die Berge gefahren sind. Als wir am nächsten Tag den Berg wieder runter gefahren sind, fing das Lenkrad tierisch an zu rütteln und allgemein war das Bremsverhalten des Autos für die Sau (soweit unsere erste tierische Begegnung :0) ). Wir sind also zurück zu ALAMO und haben die Karre umgetauscht. Als Ersatz gab es ein noch hässlicheres Auto in Rot, das mir aber bald schon viel Freude bereiten sollte.Wir sind wieder die Westküste hochgefahren und haben uns süße kleine Dörfer angeguckt. Da Hawaii Kaffeeland ist, hat es sich Dirk auch nicht nehmen lassen in jedem Dorf einen Kaffe zu trinken oder viel mehr einen Kaffee mit ins Auto zu nehmen, da die Cupholder ja benutzt werden müssen. In Hawi, ganz im Norden, sind wir wieder ausgestiegen, um einen Kaffe zu trinken- wir haben es dann aber doch in Eis umgewandelt. Dirk hatte danach einen tierischen Durst und ist zurück in die Kohala Coffee Mill, die uns im Lonely Planet wegen seines „heavenly Tropical Dreams ice cream“ angepriesen wurde. Ich bin noch etwas die Hauptstraße hoch und runter und habe die abgefressenen Häuser bewundert und die alten Autos, die im Garten dem Rott vorgeworfen wurden. Dirk kam mir dann irgendwann Smoothy- Schwanger und glücklich entgegengeschwankt und wir sind nach einer kleinen „ guck- dir- das -mal -an- ha -ha- Runde“ zurück ins Auto, in dem wir beschlossen, dass uns das kleine Dorf recht sympathisch war. Rüber übern Berg, Sonnenuntergang angeguckt und dann ab ins Hotel (gut erkannt, wir sind immer weit vor Mitternacht schlafen gegangen). Zwischendurch hat Dirk immer noch mal einen kräftigen Zug von seinem Fruchtgetränk durch den Strohalm gezogen, so dass das Eis (es klang zumindest so) am Boden geklappert hat. Sense war erst, als wirklich der letzte Tropfen Saft aus dem Becher verschwunden war und nur noch Eis am Boden vor sich hin schwamm. Dieses hat Dirk immer wieder durch schütteln des Bechers getestet und dann doch noch ein paar frisch geschmolzene Tropfen durch den Strohalm gezerrt. Am nächsten Tag waren wir wandern und haben andere Scherze gemacht bevor es weiter nach Honoka im Nord-Osten der Insel ging. Nach zwei Tagen in einem netten Hotel dort mit Blick aufs Meer, wollten wir endlich unser Zelt am Wasser aufstellen. Dazu mussten natürlich noch ein paar Dosen und Spagetti eingekauft werden. Dirks Getränkebecher war immer noch im Auto. Ich habe mir das Ding geschnappt, um es in den Müll zu bringen. Das Taschentuch, dass ich in meiner Hand hielt, sollte nach meinem Augenmaß perfekt in den Becher passen, woraufhin ich den Plastikdeckel anhob und.... Familie Kakalake mich mit glasigen Augen ansah. Vater, Mutter, Mutter und zwei Kinder. Sie schwammen tot in der Minnipfütze, welche Dirk übrig gelassen hatte. Mit Vorfreude auf Dirks Gesicht bin ich zurückgelaufen und habe ihm meinen Fund gezeigt. Dirk sagte daraufhin nur: “Hm, ich habe sie nicht geschmeckt. Ist mir egal, solange ich es nicht gemerkt habe.“ – Sowas kann nur ein erfahrener Südamerikareisender sagen! Dirk hatte aber auch seine Freude am Gedankenspiel wie die Kakerlaken in den Becher gekommen sein könnten. Da wir nicht ganz ausgeschlossen haben, dass die Kakalaken (trotz geschlossenen Deckels) auch hinterher in das Getränk haben klettern können – Dirk stellte sich den Strohalm als gute Gelegenheit dabei vor- war von da an alles Kakalakenwasauchimmer. Unser Auto war die Kakalakenburg, Smoothies waren Kakalakis und alles hatte eine kleine Kakalakennote. Als kleine Falle haben wir dann einen Kakalaki getrunken und den Becher wieder im Auto stehen lassen- nichts passierte. Waren die Kakalaken also doch schon vorher in Dirks Getränk gewesen (tiefgehfrohren und ohne Geschmack, wie Dirk dazu bemerkte)? Wir haben viel gelacht, bis ich dann eines Nachts beim öffnen des Kofferraumes eine Kakalake habe weghuschen sehen. Dirk fand unser Auto daraufhin mit einem male total ekelig und seine Sachen waren in Gefahr. Seit wann ist es besser an toten Kakalaken zu lutschen, als Kakalaken unter der Fußmatte zu haben, Dirk? Wir haben am gleichen Abend noch eine kleine Kaki mit `nem Schlappen erlegt.An einem der nächsten Tage sind wir dann zu einem buddhistischen Tempel gefahren. Zurück im Auto habe ich überlegt, dass ich vielleicht zum Buddhismus übertreten könnte (der Mönch war so fürchterlich nett und den Dalai Lama konnte ich schon immer gut leiden) und daher keine kleinen harmlosen Tiere umbringen sollte... gedacht, aus dem Augenwinkel was flitzen sehen und aus Reflex meine Latschen vom Fuß gezerrt und drauf geschlagen. Die Kakalake ist wie im Comic für eine halbe Sekunde an der Seite der Mittelkonsole kleben geblieben und dann langsam abgeschmiert. Tja, soviel dann wohl zum Buddhismus...
Es fing alles damit an, dass wir an der Westseite der Insel keinen Zeltplatz am Strand gefunden haben und daraufhin gleich in die Berge gefahren sind. Als wir am nächsten Tag den Berg wieder runter gefahren sind, fing das Lenkrad tierisch an zu rütteln und allgemein war das Bremsverhalten des Autos für die Sau (soweit unsere erste tierische Begegnung :0) ). Wir sind also zurück zu ALAMO und haben die Karre umgetauscht. Als Ersatz gab es ein noch hässlicheres Auto in Rot, das mir aber bald schon viel Freude bereiten sollte.Wir sind wieder die Westküste hochgefahren und haben uns süße kleine Dörfer angeguckt. Da Hawaii Kaffeeland ist, hat es sich Dirk auch nicht nehmen lassen in jedem Dorf einen Kaffe zu trinken oder viel mehr einen Kaffee mit ins Auto zu nehmen, da die Cupholder ja benutzt werden müssen. In Hawi, ganz im Norden, sind wir wieder ausgestiegen, um einen Kaffe zu trinken- wir haben es dann aber doch in Eis umgewandelt. Dirk hatte danach einen tierischen Durst und ist zurück in die Kohala Coffee Mill, die uns im Lonely Planet wegen seines „heavenly Tropical Dreams ice cream“ angepriesen wurde. Ich bin noch etwas die Hauptstraße hoch und runter und habe die abgefressenen Häuser bewundert und die alten Autos, die im Garten dem Rott vorgeworfen wurden. Dirk kam mir dann irgendwann Smoothy- Schwanger und glücklich entgegengeschwankt und wir sind nach einer kleinen „ guck- dir- das -mal -an- ha -ha- Runde“ zurück ins Auto, in dem wir beschlossen, dass uns das kleine Dorf recht sympathisch war. Rüber übern Berg, Sonnenuntergang angeguckt und dann ab ins Hotel (gut erkannt, wir sind immer weit vor Mitternacht schlafen gegangen). Zwischendurch hat Dirk immer noch mal einen kräftigen Zug von seinem Fruchtgetränk durch den Strohalm gezogen, so dass das Eis (es klang zumindest so) am Boden geklappert hat. Sense war erst, als wirklich der letzte Tropfen Saft aus dem Becher verschwunden war und nur noch Eis am Boden vor sich hin schwamm. Dieses hat Dirk immer wieder durch schütteln des Bechers getestet und dann doch noch ein paar frisch geschmolzene Tropfen durch den Strohalm gezerrt. Am nächsten Tag waren wir wandern und haben andere Scherze gemacht bevor es weiter nach Honoka im Nord-Osten der Insel ging. Nach zwei Tagen in einem netten Hotel dort mit Blick aufs Meer, wollten wir endlich unser Zelt am Wasser aufstellen. Dazu mussten natürlich noch ein paar Dosen und Spagetti eingekauft werden. Dirks Getränkebecher war immer noch im Auto. Ich habe mir das Ding geschnappt, um es in den Müll zu bringen. Das Taschentuch, dass ich in meiner Hand hielt, sollte nach meinem Augenmaß perfekt in den Becher passen, woraufhin ich den Plastikdeckel anhob und.... Familie Kakalake mich mit glasigen Augen ansah. Vater, Mutter, Mutter und zwei Kinder. Sie schwammen tot in der Minnipfütze, welche Dirk übrig gelassen hatte. Mit Vorfreude auf Dirks Gesicht bin ich zurückgelaufen und habe ihm meinen Fund gezeigt. Dirk sagte daraufhin nur: “Hm, ich habe sie nicht geschmeckt. Ist mir egal, solange ich es nicht gemerkt habe.“ – Sowas kann nur ein erfahrener Südamerikareisender sagen! Dirk hatte aber auch seine Freude am Gedankenspiel wie die Kakerlaken in den Becher gekommen sein könnten. Da wir nicht ganz ausgeschlossen haben, dass die Kakalaken (trotz geschlossenen Deckels) auch hinterher in das Getränk haben klettern können – Dirk stellte sich den Strohalm als gute Gelegenheit dabei vor- war von da an alles Kakalakenwasauchimmer. Unser Auto war die Kakalakenburg, Smoothies waren Kakalakis und alles hatte eine kleine Kakalakennote. Als kleine Falle haben wir dann einen Kakalaki getrunken und den Becher wieder im Auto stehen lassen- nichts passierte. Waren die Kakalaken also doch schon vorher in Dirks Getränk gewesen (tiefgehfrohren und ohne Geschmack, wie Dirk dazu bemerkte)? Wir haben viel gelacht, bis ich dann eines Nachts beim öffnen des Kofferraumes eine Kakalake habe weghuschen sehen. Dirk fand unser Auto daraufhin mit einem male total ekelig und seine Sachen waren in Gefahr. Seit wann ist es besser an toten Kakalaken zu lutschen, als Kakalaken unter der Fußmatte zu haben, Dirk? Wir haben am gleichen Abend noch eine kleine Kaki mit `nem Schlappen erlegt.An einem der nächsten Tage sind wir dann zu einem buddhistischen Tempel gefahren. Zurück im Auto habe ich überlegt, dass ich vielleicht zum Buddhismus übertreten könnte (der Mönch war so fürchterlich nett und den Dalai Lama konnte ich schon immer gut leiden) und daher keine kleinen harmlosen Tiere umbringen sollte... gedacht, aus dem Augenwinkel was flitzen sehen und aus Reflex meine Latschen vom Fuß gezerrt und drauf geschlagen. Die Kakalake ist wie im Comic für eine halbe Sekunde an der Seite der Mittelkonsole kleben geblieben und dann langsam abgeschmiert. Tja, soviel dann wohl zum Buddhismus...
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