Vom Krankenhaus zum Gesundheitshotel?



 Seit jeher setzt Steelcase auf intensive Forschung über alle Fragen der Arbeitswelt zusammen mit renommierten Universitäten. Inzwischen engagiert sich die weltweit führende Nummer eins auf dem Gebiet professioneller Einrichtungen in den USA auch im Healthcare-Bereich. Dieses Know-how will Steelcase in Zukunft auch in Europa zur Verfügung stellen.
 
 
Das kommt gerade zum rechten Zeitpunkt, denn Ärztestreiks, Forderungen aus der Politik nach sozialen und soziologischen Veränderungen, Krankenhaus-Schließungen oder Konzentrationen auf gemeinsame, aber weiter entfernte Standorte und dergleichen mehr offenbaren es täglich: Das Gesundheitswesen - und mit ihm die Kliniken - stecken in einer tiefen Krise. Auch hier sind, soll eine Versorgungskrise vermieden werden, wie fast bei allen gesellschaftlichen Aktivitäten Mut und neues Denken gefragt.
 
Heraus kristallisiert sich der in allen hoch entwickelten Industrienationen vorhandene Trend, Krankenhäuser aus ihrem Dornröschenschlaf zu befreien, sie wirtschaftlichen Prämissen zu unterwerfen und in "Gesundheitshäuser", ja manche sagen: in "Gesundheits-Hotels" zu verwandeln - in Institutionen, die der Kranke wenn auch nicht gerade vergnügt, so doch ohne die bisher anzutreffende Scheu und Angst vor der abstoßenden und bisweilen unmenschlich erscheinenden Pflegeautomatik aufsucht. Mit Umfeld und Service, für den Besserverdienende derart zu zahlen bereit sind, dass dadurch auch Minderbemittelte versorgt werden können.
 
Gefragt bei der Verwandlung der Spitäler-Hülle vom hässlichen Einheits-Entlein zum weißen Wohlfühl-Schwan sind - wie auch beim Menschlichmachen der Büros - die großen Vier, nämlich Architekten, Innenarchitekten, Facility Manager und, last but not least, die Einrichter. So ist es nicht verwunderlich, dass Steelcase, in den USA seit Jahren in der Klinikforschung engagiert, nun auch hier zu Lande Zeichen setzt.
 
Anlässlich eines von Steelcase Deutschland am Standort Rosenheim organisierten, zweitägigen Forums für Architekten und Entscheider aus dem Gesundheitswesen standen jene Kernfragen im Vordergrund, die derzeit aus Kostengründen das Gebäudemanagement grundsätzlich beherrschen: Welche Bedeutung hat Raum als strategische Ressource für ein "Gesundheits-Unternehmen"? Aber auch die integrierten, eher patientennahen Themen kamen nicht zu kurz: Kann Licht heilen helfen? Und: Was bedeutet Ecodesign für unsere Umwelt? Schließlich ganz allgemein: Welche innenarchitektonischen Trends sind im Healthcare-Bereich auszumachen?
Logischerweise interessierte das Auditorium von den Referenten besonders der im US-Krankenhausbereich routinierte Wissensträger Ryan Armbruster, Director of Operations & Design Sparc der Mayo Clinic in Rochester, USA. Aber auch die Beiträge von Klaus Gutschalk, Architekturbüro Sander & Hofrichter, Matthias Fassian von Philips AEG Licht, André Malsch, dem Öko-Einsatz-Verantwortlichen von Steelcase International in Strasbourg, der zum Beispiel auch den Autohersteller Renault berät, und Steelcase-Marketingchef Mark Joseph Müller über Raum-Management fanden hohe Resonanz.

Posted: Do - Januar 19, 2006 at 05:07 nachm.        


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