 |
|
Die BesucherInnen wurden während einer Ausstellungseröffnung über ihre realen Fähigkeiten, Kenntnisse und konditionellen Voraussetzungen befragt und daraufhin an bestimmte Arbeitsplätze vermittelt. Die Arbeitsvermittler fuhren und führten die Besucher anschließend mittels diverser Rollwägen zu den in einem anderen Raum befindlichen Arbeitsplätzen. Ausgestattet mit Arbeitskleidung und Instruktionen wurden sie nun selbst zum mitproduzierenden Teil eines Gesamtprozesses, der sie den Pfeffer für das anschließende (reale und gemeinsam eingenommene) Essen in der Betriebskantine in kleine Packungen füllen ließ. Im Laufe des Prozesses organisierten sich die BesucherInnen zunehmend selbst, wählten einen Betriebsrat und veranstalteten Führungen durch die Produktionshalle. An einem computergenerierten Tatschscreen erhielten sie einen individuell mitgestalteten Cocktail und damit einen nicht nur virtuellen Vorgeschmack auf die Betriebsstruktur der Zukunft. Sie wurden zu einem aktiven und mitgestaltenden Element des Prozesses, der sie zwischen Realität und Fiktion, zwischen Akteur und Voyeur genauso wie zwischen Kunstraum und Realität individuell hin und her switchen ließ.
|
|
 |