Schaf im Wolfspelz
12/05/09 02:19 Filed in: 16:9
betroffener Film:
X-Men Origins: Wolverine
Ziemlich coole Sau: Wolverine (Hugh Jackman)
Der kleine Logan und sein Bruder Victor sind Mutanten. Sie können coole Sachen wie rumspringen und Nägel bzw. Knochen wachsen lassen um damit zu kämpfen. Weil ihr Körper sich selbst heilt hören sie auf zu altern (seltsamerweise aber erst als sie Mitte 30 sind) und stecken locker jede Kugel ein. Gemeinsam kämpfen sie in allen möglichen Kriegen und treten später einer sehr suspekten Geheimtruppe bei für die sie sehr suspekte Aufträge erledigen. Während dem lieben Logan das alles zu bunt wird und er weggeht um als Wolverine für das Gute zu kämpfen, schließt sich Victor der dunklen Seite der Macht an und geht als Sabertooth auf die Jagd nach......allem Möglichen.
Wenn sich diese Beschreibung sehr wage anhört liegt das daran dass Wolverine ein verdammt wager Film ist. Es ist so schon schlimm genug, dass genau die Fragen die am interessantesten sind nicht beantwortet werden, aber solch einem verwirrenden Werk ein "origins" in den Titel zu drücken, ist einfach nur eine Frechheit. Die Story wirkt wie genau das, was sie vermutlich auch ist: Eine Aneinanderreihung zusammenhangsloser Szenen die irgendwie nachher eine Geschichte ergeben sollen. Wichtig war anscheinend vor allem, dass in dieser Geschichte viele Mutanten und vor allem viele Kämpfe zwischen Mutanten eingebaut werden konnten. Dagegen hab ich prinzipiell nix. Ich könnte Wolverine der einer meiner Lieblingscomiccharacktere ist stundenlang dabei zusehen, wie er mit seinen Krallen Leute aufschlitzt. Das Problem ist, dass es immer die selben Kämpfe sind und diese zum Teil stinklang und mies choreographiert sind. Der Tiefpunkt ist leider genau das, was eigentlich der Höhepunkt des Films sein sollte, nämlich das Finale. Da wird auf der Spitze eines Kraftwerkes (oder anders formuliert: vor einem Greenscreen) rumgesprungen bis keiner mehr weiß wer gegen wen kämpft.
Ich hatte nach dem miesen Trailer schon keine hohen Erwartungen mehr an Wolverine, aber selbst das bisschen Vorfreude, dass dank der wirklich guten X-Men Trilogie noch da war, hat mir der Film kaputt gemacht. Wenn man einen Origins-Film dreht, dann soll man auch bitte ein bisschen was über die Figuren erfahren und wenn ein sich in einem 150 Mio. Dollar teuren Film Mutanten auf die Fresse hauen, dann kann das auch ruhig ein wenig ordentlich aussehen. Und diese mies animierten Krallen. Schlimm! Jetzt husch husch ins Körbchen...
1,5 von 5 Punkten Adamantium-Kugeln
- Das fand ich gut: Gambit, leider nur wenig im Bild
- Das fand ich dämlich: Die Handlungsmotive von so ziemlich jedem in dem Film.
- Was haben wir gelernt: Wenn dein Schädel aus Metal ist, kann er nur mit einer Metalkugel zerstört werden....macht Sinn!
Ziemlich coole Sau: Wolverine (Hugh Jackman)
Der kleine Logan und sein Bruder Victor sind Mutanten. Sie können coole Sachen wie rumspringen und Nägel bzw. Knochen wachsen lassen um damit zu kämpfen. Weil ihr Körper sich selbst heilt hören sie auf zu altern (seltsamerweise aber erst als sie Mitte 30 sind) und stecken locker jede Kugel ein. Gemeinsam kämpfen sie in allen möglichen Kriegen und treten später einer sehr suspekten Geheimtruppe bei für die sie sehr suspekte Aufträge erledigen. Während dem lieben Logan das alles zu bunt wird und er weggeht um als Wolverine für das Gute zu kämpfen, schließt sich Victor der dunklen Seite der Macht an und geht als Sabertooth auf die Jagd nach......allem Möglichen.
Wenn sich diese Beschreibung sehr wage anhört liegt das daran dass Wolverine ein verdammt wager Film ist. Es ist so schon schlimm genug, dass genau die Fragen die am interessantesten sind nicht beantwortet werden, aber solch einem verwirrenden Werk ein "origins" in den Titel zu drücken, ist einfach nur eine Frechheit. Die Story wirkt wie genau das, was sie vermutlich auch ist: Eine Aneinanderreihung zusammenhangsloser Szenen die irgendwie nachher eine Geschichte ergeben sollen. Wichtig war anscheinend vor allem, dass in dieser Geschichte viele Mutanten und vor allem viele Kämpfe zwischen Mutanten eingebaut werden konnten. Dagegen hab ich prinzipiell nix. Ich könnte Wolverine der einer meiner Lieblingscomiccharacktere ist stundenlang dabei zusehen, wie er mit seinen Krallen Leute aufschlitzt. Das Problem ist, dass es immer die selben Kämpfe sind und diese zum Teil stinklang und mies choreographiert sind. Der Tiefpunkt ist leider genau das, was eigentlich der Höhepunkt des Films sein sollte, nämlich das Finale. Da wird auf der Spitze eines Kraftwerkes (oder anders formuliert: vor einem Greenscreen) rumgesprungen bis keiner mehr weiß wer gegen wen kämpft.
Ich hatte nach dem miesen Trailer schon keine hohen Erwartungen mehr an Wolverine, aber selbst das bisschen Vorfreude, dass dank der wirklich guten X-Men Trilogie noch da war, hat mir der Film kaputt gemacht. Wenn man einen Origins-Film dreht, dann soll man auch bitte ein bisschen was über die Figuren erfahren und wenn ein sich in einem 150 Mio. Dollar teuren Film Mutanten auf die Fresse hauen, dann kann das auch ruhig ein wenig ordentlich aussehen. Und diese mies animierten Krallen. Schlimm! Jetzt husch husch ins Körbchen...
1,5 von 5 Punkten Adamantium-Kugeln
- Das fand ich gut: Gambit, leider nur wenig im Bild
- Das fand ich dämlich: Die Handlungsmotive von so ziemlich jedem in dem Film.
- Was haben wir gelernt: Wenn dein Schädel aus Metal ist, kann er nur mit einer Metalkugel zerstört werden....macht Sinn!
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Summer starts here...
12/05/09 01:56 Filed in: 16:9
Der Kinosommer startet
von Jahr zu Jahr früher. Dieses Jahr gibt's mit
Wolverine
bereits Anfang Mai einen
potenziellen Megahit. Und weil ich mir fest vorgenommen
habe über alle großen Filme ordentlich zu berichten,
müssen ein paar kleinere die im April in den Kinos
liefen leider dran glauben. 2 von ihnen unglaublich
verzichtbar und ein absoluter Geheimtipp (ja, sowas
gibt es tatsächlich noch). Also kurz und schmerzlos:
The Unborn
Jumby will verdammt noch mal geboren werden! Um zu sagen wer oder was ein Jumby ist müsste ich leider die Hälfte dieser großartigen, komplexen Horrorgeschichte verraten. Und das wollen wir ja nicht...
David Goyer liefert ein Fließband-Grusel der zu keiner Sekunde wirklich nervt aber so vorhersehbar und belanglos ist, dass jedes weitere Wort Verschwendung meiner und eurer wertvollen Zeit wäre. Bitte nicht gucken!!!
1,5 von 5 Punkten
Knowing
Mit Nic Cage! Der Nic Cage von dem man vor 20 Jahren schon nicht wusste, ob man ihn jetzt für cool oder uncool befinden soll. Daran hat sich wenig geändert. Im Weltuntergangs Thriller ist seine Ausstrahlung eher blass. DIe von seinem 10-jährigen Filmsohns sogar noch mehr. Dessen Schule hat nach 50 Jahren eine Zeitkapsel mit irgendwelchen Bildern die die Kids vor 50 Jahren gemalt haben, ausgegraben. Auf dem einen Bild stehen aber nur Zahlen, die anscheinend alle Katastrophen der letzten 50 Jahre vorausgesagt haben. Aber was passiert wenn die Zahlen aufhören?
Was dann passiert hätte ich lieber nicht gewusst. Denn das Ende ist der große Niedergang eines Films, der einem echt Leid tun kann, weil er so viel Potenzial in den Wind geblasen hat. Die Katastrophenszenen sind genial und schockierend, der Rest ist wie man so schön sagt...meh!
1,5 von 5 Punkten
The Boat That Rocked! (In Deutschland: Rock Radio Revolution)
Eine saukomische, maßlos überzogene Komödie über einen Piratensender der in den 60er Jahren in England teuflische Rock N Roll Musik durch die Airwaves jagte und die Regierung damit auf die Palme brachte. Zur Crew des rockenden Bootes, dass vor der Küste Englands lag gehören u.a. Philip Seymour Hoffman und Bill Nighy. Das Beste ist aber die Musik. Beim Schauen des Films hab selbst ich für einen Moment gedacht, dass damals doch alles besser war.
Bitte schauen und nicht zu ernst nehmen. Der Schluß übertreibt es dann nämlich doch ein bisschen. Hab insgesamt aber schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einer Komödie gehabt.
4,5 von 5 Punkten
The Unborn
Jumby will verdammt noch mal geboren werden! Um zu sagen wer oder was ein Jumby ist müsste ich leider die Hälfte dieser großartigen, komplexen Horrorgeschichte verraten. Und das wollen wir ja nicht...
David Goyer liefert ein Fließband-Grusel der zu keiner Sekunde wirklich nervt aber so vorhersehbar und belanglos ist, dass jedes weitere Wort Verschwendung meiner und eurer wertvollen Zeit wäre. Bitte nicht gucken!!!
1,5 von 5 Punkten
Knowing
Mit Nic Cage! Der Nic Cage von dem man vor 20 Jahren schon nicht wusste, ob man ihn jetzt für cool oder uncool befinden soll. Daran hat sich wenig geändert. Im Weltuntergangs Thriller ist seine Ausstrahlung eher blass. DIe von seinem 10-jährigen Filmsohns sogar noch mehr. Dessen Schule hat nach 50 Jahren eine Zeitkapsel mit irgendwelchen Bildern die die Kids vor 50 Jahren gemalt haben, ausgegraben. Auf dem einen Bild stehen aber nur Zahlen, die anscheinend alle Katastrophen der letzten 50 Jahre vorausgesagt haben. Aber was passiert wenn die Zahlen aufhören?
Was dann passiert hätte ich lieber nicht gewusst. Denn das Ende ist der große Niedergang eines Films, der einem echt Leid tun kann, weil er so viel Potenzial in den Wind geblasen hat. Die Katastrophenszenen sind genial und schockierend, der Rest ist wie man so schön sagt...meh!
1,5 von 5 Punkten
The Boat That Rocked! (In Deutschland: Rock Radio Revolution)
Eine saukomische, maßlos überzogene Komödie über einen Piratensender der in den 60er Jahren in England teuflische Rock N Roll Musik durch die Airwaves jagte und die Regierung damit auf die Palme brachte. Zur Crew des rockenden Bootes, dass vor der Küste Englands lag gehören u.a. Philip Seymour Hoffman und Bill Nighy. Das Beste ist aber die Musik. Beim Schauen des Films hab selbst ich für einen Moment gedacht, dass damals doch alles besser war.
Bitte schauen und nicht zu ernst nehmen. Der Schluß übertreibt es dann nämlich doch ein bisschen. Hab insgesamt aber schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einer Komödie gehabt.
4,5 von 5 Punkten
Ram Jam!!!
16/03/09 22:07 Filed in: 16:9
betroffener Film: The
Wrestler
Randy "The Ram" heißt eigentlich Robin. Den Namen mag er aber nicht. Denn es ist der Name eines alternden Versagers, der in seinem Leben außer einigen erfolgreichen Kämpfen als Wrestler nichts erreicht hat und dessen großen Zeiten lange vorbei sind. Davon will er aber nichts hören. Trotz gestiegenem Alters sieht Randy sich immer noch als der beliebte Ringkämpfer zu dem die Kiddies aufblicken. Bis ein Herzinfarkt ihn auf die harte Tour in die Realität zurück befördert...
Auf den ersten Blick wirkt the Wrestler wie die typische "Rocky"-Geschichte, in der ein alternder Star sich nochmal aufbäumt und es allen zeigt. The Wrestler steuert allerdings lagsam aber sicher in eine Sackgasse aus der es kein Zurück mehr gibt. Mickey Rourge scheint zwar fast schon eine zu offensichtliche Besetzung zu sein, aber er gibt hier mehr als nur den abgewrackten, alten Sack. Auch wenn Randy die falschen Entscheidungen trifftt und sich selbst mehr und mehr in die Scheiße reitet, schafft es Rourge dass wir mit ihm mitfühlen können und ihn nicht für seine Fehler verachten.
The Wrestler ist ein voyouristischer Film, der uns den Fall eines Mannes zeigt, der ein letztes Mal versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Nicht mehr, nicht weniger. Und das macht er ziemlich gut.
Wertung: 4 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Mickey Rourge FTW!
Das fand ich dämlich: Komische Wrestler die sich gern mit Glas schneiden.
Was haben wir gelernt: Beim Wrestling ist alles Fake. Manchmal sogar die Wunden.
Randy "The Ram" heißt eigentlich Robin. Den Namen mag er aber nicht. Denn es ist der Name eines alternden Versagers, der in seinem Leben außer einigen erfolgreichen Kämpfen als Wrestler nichts erreicht hat und dessen großen Zeiten lange vorbei sind. Davon will er aber nichts hören. Trotz gestiegenem Alters sieht Randy sich immer noch als der beliebte Ringkämpfer zu dem die Kiddies aufblicken. Bis ein Herzinfarkt ihn auf die harte Tour in die Realität zurück befördert...
Auf den ersten Blick wirkt the Wrestler wie die typische "Rocky"-Geschichte, in der ein alternder Star sich nochmal aufbäumt und es allen zeigt. The Wrestler steuert allerdings lagsam aber sicher in eine Sackgasse aus der es kein Zurück mehr gibt. Mickey Rourge scheint zwar fast schon eine zu offensichtliche Besetzung zu sein, aber er gibt hier mehr als nur den abgewrackten, alten Sack. Auch wenn Randy die falschen Entscheidungen trifftt und sich selbst mehr und mehr in die Scheiße reitet, schafft es Rourge dass wir mit ihm mitfühlen können und ihn nicht für seine Fehler verachten.
The Wrestler ist ein voyouristischer Film, der uns den Fall eines Mannes zeigt, der ein letztes Mal versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Nicht mehr, nicht weniger. Und das macht er ziemlich gut.
Wertung: 4 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Mickey Rourge FTW!
Das fand ich dämlich: Komische Wrestler die sich gern mit Glas schneiden.
Was haben wir gelernt: Beim Wrestling ist alles Fake. Manchmal sogar die Wunden.
His name was Jason...
16/03/09 21:41 Filed in: 16:9
betroffener Film:
Friday the 13th (2009)
It's the same old story: Ein paar Kids gehen nach Crystal Lake campen und wollen Party machen, kiffen und ordentlich rumvögeln. Wer allerdings brav in der Vorlesung "Slasherfilm für Anfänger" aufgepasst hat weiß dass dort Jason Vorheers, seines Zeichens Missgeburt und Serienmörder, bereits wartet und mit seiner Machete gerne mal Köpfe spaltet. Auch 2009 ist das nicht anders...
Als die FSK Friday the 13th ohne Gewaltzensuren in Deutschland freigegeben hat, hatte sie anscheinend einen besonders lustigen Tag. Alleine in den ersten 10 Minuten (noch bevor die Credits auftauchen) geht es blutiger zur Sache als in vielen anderen Filmen in 2 Stunden. Auch wenn der Film als Remake ausgeschrieben ist, damit man damit neue Fans gewinnen kann, ist er das nicht. Das ist aber auch eigentlich relativ egal. Wer schonmal einen Film aus dieser Reihe gesehen hat, geht mit bestimmten Wünschen ran an diesen Film. Man will nackte Haut sehen, dumme Sprüche hören und natürlich Jason und seine Machete in Action. Marcus Nispel (Texas Chainsaw Massacre) präsentiert uns all diese B-Movie Vorzüge in einem wunderschönen Hochglanz-Licht. Wenn man sich über irgendetwas beschweren möchte, dann sind es die lächerlichen Schock-Momente, die man bereits 5 Minuten vorher erahnen kann. Ansonsten holt Friday the 13th raus, was aus einem solchen Film rauszuholen ist und lässt uns auf das nächste Remake der Jungs von Platinum Dunes hoffen.
Wertung: 4 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Köpfe spalten.
Das fand ich dämlich: Nervige Typen, die viel zu lange am Leben bleiben.
Was haben wir gelernt: Irgendwann sollte es jeder mal verstanden haben... Geht nicht nach Crystal Lake campen!!!!
It's the same old story: Ein paar Kids gehen nach Crystal Lake campen und wollen Party machen, kiffen und ordentlich rumvögeln. Wer allerdings brav in der Vorlesung "Slasherfilm für Anfänger" aufgepasst hat weiß dass dort Jason Vorheers, seines Zeichens Missgeburt und Serienmörder, bereits wartet und mit seiner Machete gerne mal Köpfe spaltet. Auch 2009 ist das nicht anders...
Als die FSK Friday the 13th ohne Gewaltzensuren in Deutschland freigegeben hat, hatte sie anscheinend einen besonders lustigen Tag. Alleine in den ersten 10 Minuten (noch bevor die Credits auftauchen) geht es blutiger zur Sache als in vielen anderen Filmen in 2 Stunden. Auch wenn der Film als Remake ausgeschrieben ist, damit man damit neue Fans gewinnen kann, ist er das nicht. Das ist aber auch eigentlich relativ egal. Wer schonmal einen Film aus dieser Reihe gesehen hat, geht mit bestimmten Wünschen ran an diesen Film. Man will nackte Haut sehen, dumme Sprüche hören und natürlich Jason und seine Machete in Action. Marcus Nispel (Texas Chainsaw Massacre) präsentiert uns all diese B-Movie Vorzüge in einem wunderschönen Hochglanz-Licht. Wenn man sich über irgendetwas beschweren möchte, dann sind es die lächerlichen Schock-Momente, die man bereits 5 Minuten vorher erahnen kann. Ansonsten holt Friday the 13th raus, was aus einem solchen Film rauszuholen ist und lässt uns auf das nächste Remake der Jungs von Platinum Dunes hoffen.
Wertung: 4 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Köpfe spalten.
Das fand ich dämlich: Nervige Typen, die viel zu lange am Leben bleiben.
Was haben wir gelernt: Irgendwann sollte es jeder mal verstanden haben... Geht nicht nach Crystal Lake campen!!!!
Psychophaten und Komödianten
16/03/09 20:51 Filed in: 16:9
betroffener Film:
Watchmen
Der Comedian ist tot.
Er war einer der Watchmen. Eine Gruppe kostümierter Helden. Eine Handvoll zweifelhafter Gestalten, die sich entschlossen haben das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen und die bösen Buben zur Strecke zu bringen.
Jetzt hat es jemand auf sie abgesehen und Rohrschach, einer der wenigen die nach 20 Jahren immer noch aktiv sind, vermutet mehr dahinter. Hat es etwas mit dem gerade eskalierenden kalten Krieg zu tun?...
Was wäre wenn es wirklich kostümierte Helden gäbe? Keine Supermänner, sondern normale Menschen die in Strumpfhosen gegen das Verbrechen kämpfen. Watchmen ist eine komplexe Geschichte über eine alternative Welt in der eben dieses Realität ist. Eine Geschichte über den kalten Krieg und eine Gruppe von Frauen und Männern die sich nach und nach als Versager, Geisteskranke oder einfach nur Menschen mit extremen Idealen entpuppen. Während ich diese Review schreibe ist der Film am amerikanischen Box Office nach einem erfolgreichen Start mittlerweile stark in den Zuschauerzahlen gesunken. Verwunderlich ist das nicht. Nicht weil der Film schlecht wäre (das ist er nämlich ganz und gar nicht) sondern weil er einfach unheimlich schwer zugänglich ist. Während die Mainstream-Kinogänger nichts mit einer 160 minütigen Charakterstudie einer Reihe Antihelden anfangen können, dürften die Arthouse-Fans von den Heldenkostümen und den Actionszenen abgeturnt sein. Wer allerdings akzeptieren kann, dass in Watchmen viele verschiedne Genres miteinander verschmelzen und kein Problem damit hat Spaß und Anspruch miteinander zu verbinden ohne dass eines der beiden komplett die Überhand nimmt, der findet in Watchmen vielleicht einen neuen Lieblingsfilm . Watchmen zeigt den Aufstieg und den Fall des Superhelden. In den besten Szenen sieht man einen verzweifelten Night Owl der ohne sein Kostüm ein rückgratloser Loser ist, den übermenschlichen Dr. Manhattan, der jegliche Verbindung mit allem was menschlich ist verloren hat und den Comidian, eine der genialsten Charaktere den die Comicwelt jeh hervorgebracht hat. Eine Parodie von sich selbst, der Gesellschaft und allem was wir für moralisch richtig befinden. Die schwächeren Szenen sind nur deshalb schwach, weil die Handlung gegen Ende des Films ab und zu etwas gequetscht wirkt (was der Director's Cut vermutlich beheben wird). Das einzige wirkliche Problem von Watchmen ist das emotional etwas unterfütterte Ende. Das dieses allerdings genau so dargestellt wird kann auf der anderen Seite wieder auf tausend verschiedene Arten interpretiert werden.
Das könnte man mit vielen Dingen in diesem symboltriefenden Film tun. Aber irgendwann muss ich hier auch mal Schluss machen und meine Wertung hinknallen. Ich schreibe diesen Bericht nachdem ich den Film bereits 2 Mal gesehen habe und meine ursprünglich geplanten 4,5 Punkte nochmals überdacht habe. Watchmen hat seine Schwächen und ich habe Filmen schon für viel geringe Problemchen Punkte abgezogen. Aber selten hat mich ein Film (und vor allem ein Comicbuchfilm) so verfolgt und mich dazu gebracht Handlungen, Figuren und einzelne Szenen so zu hinterfragen und vor allem nach 2 Mal schauen in einer Woche mir noch nicht genug gegeben. Deshalb bleibt eigentlich nur eine Wertung:
5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Dr. Manhattan erzählt aus seinem Leben.
Das fand ich dämlich: Hallelujah!
Was haben wir gelernt: Wer sich als Motte verkleidet und auf Verbrecherjagd geht, kommt in die Anstalt.
Der Comedian ist tot.
Er war einer der Watchmen. Eine Gruppe kostümierter Helden. Eine Handvoll zweifelhafter Gestalten, die sich entschlossen haben das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen und die bösen Buben zur Strecke zu bringen.
Jetzt hat es jemand auf sie abgesehen und Rohrschach, einer der wenigen die nach 20 Jahren immer noch aktiv sind, vermutet mehr dahinter. Hat es etwas mit dem gerade eskalierenden kalten Krieg zu tun?...
Was wäre wenn es wirklich kostümierte Helden gäbe? Keine Supermänner, sondern normale Menschen die in Strumpfhosen gegen das Verbrechen kämpfen. Watchmen ist eine komplexe Geschichte über eine alternative Welt in der eben dieses Realität ist. Eine Geschichte über den kalten Krieg und eine Gruppe von Frauen und Männern die sich nach und nach als Versager, Geisteskranke oder einfach nur Menschen mit extremen Idealen entpuppen. Während ich diese Review schreibe ist der Film am amerikanischen Box Office nach einem erfolgreichen Start mittlerweile stark in den Zuschauerzahlen gesunken. Verwunderlich ist das nicht. Nicht weil der Film schlecht wäre (das ist er nämlich ganz und gar nicht) sondern weil er einfach unheimlich schwer zugänglich ist. Während die Mainstream-Kinogänger nichts mit einer 160 minütigen Charakterstudie einer Reihe Antihelden anfangen können, dürften die Arthouse-Fans von den Heldenkostümen und den Actionszenen abgeturnt sein. Wer allerdings akzeptieren kann, dass in Watchmen viele verschiedne Genres miteinander verschmelzen und kein Problem damit hat Spaß und Anspruch miteinander zu verbinden ohne dass eines der beiden komplett die Überhand nimmt, der findet in Watchmen vielleicht einen neuen Lieblingsfilm . Watchmen zeigt den Aufstieg und den Fall des Superhelden. In den besten Szenen sieht man einen verzweifelten Night Owl der ohne sein Kostüm ein rückgratloser Loser ist, den übermenschlichen Dr. Manhattan, der jegliche Verbindung mit allem was menschlich ist verloren hat und den Comidian, eine der genialsten Charaktere den die Comicwelt jeh hervorgebracht hat. Eine Parodie von sich selbst, der Gesellschaft und allem was wir für moralisch richtig befinden. Die schwächeren Szenen sind nur deshalb schwach, weil die Handlung gegen Ende des Films ab und zu etwas gequetscht wirkt (was der Director's Cut vermutlich beheben wird). Das einzige wirkliche Problem von Watchmen ist das emotional etwas unterfütterte Ende. Das dieses allerdings genau so dargestellt wird kann auf der anderen Seite wieder auf tausend verschiedene Arten interpretiert werden.
Das könnte man mit vielen Dingen in diesem symboltriefenden Film tun. Aber irgendwann muss ich hier auch mal Schluss machen und meine Wertung hinknallen. Ich schreibe diesen Bericht nachdem ich den Film bereits 2 Mal gesehen habe und meine ursprünglich geplanten 4,5 Punkte nochmals überdacht habe. Watchmen hat seine Schwächen und ich habe Filmen schon für viel geringe Problemchen Punkte abgezogen. Aber selten hat mich ein Film (und vor allem ein Comicbuchfilm) so verfolgt und mich dazu gebracht Handlungen, Figuren und einzelne Szenen so zu hinterfragen und vor allem nach 2 Mal schauen in einer Woche mir noch nicht genug gegeben. Deshalb bleibt eigentlich nur eine Wertung:
5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Dr. Manhattan erzählt aus seinem Leben.
Das fand ich dämlich: Hallelujah!
Was haben wir gelernt: Wer sich als Motte verkleidet und auf Verbrecherjagd geht, kommt in die Anstalt.
Studienfahrt nach Berlin
16/03/09 17:34 Filed in: The Hard
Road
Meine 5 tätgige
Sudienfahrt nach Berlin geht zu Ende...
Während ich nun im ICE nach Trier meine Reise geistig Revue passiere lasse, schreibe ich meine Beobachtungen und Erkenntnisse dieser faszinierenden Zeit für meinen Blog nieder.
Hier also die Fakten*:
- Die Alte auf der Siegessäule heißt Else und vom Aussichtspunkt aus kann man ihr unter den Rock schauen.
- Bahnhof Zoo ist mittlerweile anscheinend nicht mehr so wie in dem berühmten Buch und hat ein "McClean" - Bonzen-WC
- Louis XIV steht für Louis Vuitton
- Wenn man nicht gerade in's Ghetto fährt sieht man nicht viele "Mitten im Leben"-Darsteller. Dafür aber tausend Leute mit 'nem Iphone.
- Jegliche Art von Produkten und Dienstleistungen kosten etwa 30% weniger als in Trier.
- Bio-Essen ist lecker, aber schlechter verdaulicher als jedes Fast-Food.
- Ohne Stempel, nix erste Reihe!
- Norma sponsert die Hälfte aller S-Bahnen in Berlin.
- Dunkin' Donots gibt's mindestens 50 Mal in der Stadt.
Ich werde nun schauen wie ich diese Daten wissenschaftlich verarbeiten und für mein Buch "The Dorfkind's Guide to Berlin" verwenden kann.
Da wohnt die Liz.
Das Tor.
Die Else.
(*Fakten heißt Beobachtungen die von mir verallgemeinert und dramatisiert wurden.)
Während ich nun im ICE nach Trier meine Reise geistig Revue passiere lasse, schreibe ich meine Beobachtungen und Erkenntnisse dieser faszinierenden Zeit für meinen Blog nieder.
Hier also die Fakten*:
- Die Alte auf der Siegessäule heißt Else und vom Aussichtspunkt aus kann man ihr unter den Rock schauen.
- Bahnhof Zoo ist mittlerweile anscheinend nicht mehr so wie in dem berühmten Buch und hat ein "McClean" - Bonzen-WC
- Louis XIV steht für Louis Vuitton
- Wenn man nicht gerade in's Ghetto fährt sieht man nicht viele "Mitten im Leben"-Darsteller. Dafür aber tausend Leute mit 'nem Iphone.
- Jegliche Art von Produkten und Dienstleistungen kosten etwa 30% weniger als in Trier.
- Bio-Essen ist lecker, aber schlechter verdaulicher als jedes Fast-Food.
- Ohne Stempel, nix erste Reihe!
- Norma sponsert die Hälfte aller S-Bahnen in Berlin.
- Dunkin' Donots gibt's mindestens 50 Mal in der Stadt.
Ich werde nun schauen wie ich diese Daten wissenschaftlich verarbeiten und für mein Buch "The Dorfkind's Guide to Berlin" verwenden kann.
Da wohnt die Liz.
Das Tor.
Die Else.
(*Fakten heißt Beobachtungen die von mir verallgemeinert und dramatisiert wurden.)
Oscar-Watch
27/02/09 17:19 Filed in: 16:9
Die Academy Awards sind
zwar schon wieder vorbei und wir wissen wer gewonnen
hat, aber trotzdem lass ich’s mir nicht nehmen mal als
kleine Zusammenfassung meine Meinung zu den Nominierten
in der Kategorie „bester Film“ preis zu geben.
Vorweg sollte ich allerdings sagen, dass ich The Reader nicht gesehen hab und auch nicht vor habe dies zu tun. Das Thema interessiert mich einfach nicht.
The curious case of Benjamin Button

Der kleine Benjamin hat’s nicht leicht. Seine Eltern kennt er nicht, alle sagen ihm er hat nicht lange zu leben und er sieht aus wie ein alter Sack. Seine Ziehmutter, eine Frau die in einem Seniorenheim arbeitet, merkt allerdings schnell, dass der Junge etwas besonderes ist....Er altert nämlich rückwärts.
Damit haben wir schon den Hauptplot, welcher natürlich mit einer Liebesgeschichte verknüpft ist. Erzählt wird das ganze in einer Rückblende von einer Frau die auf dem Sterbebett liegt und sich von ihrer Tochter Benjamins Tagebücher vorlesen lässt. Diese Art der Erzählstruktur deutet auf das bei der Academy beliebteste aller Genres hin: Das Melodram. Und zwar das Hardcore-Hollywood-Melodram mit überlebensgroßen Gefühlen und dicken Sonnenuntergängen bei denen die Sonne mindestens so breit wie die Leinwand sein muss. The curious case of Benjamin Button schlägt in dieser Richtung voll zu. Das mag die amerikanischen Filmkritiker, die Academy und den durchschnittlichen Kinogänger begeistern aber ich persönlich habe damit ein Problem....besser gesagt viele Probleme. So gut dieser Film stellenweise auch gemacht ist und so interessant das Thema auch ist, alles wird in überdimensional aufgeblasen und mit zum Teil lächerlichen, veralteten Mitteln in Szene gesetzt. Die digitalen Effekte die Brat Pitt beispielsweise verjüngen sind großartig und hätten vollkommen ausgereicht um damit einen Aha-Effekt auf die Leinwand zu zaubern. Herrn Fincher hat dies allerdings nicht gereicht und so gibt es als kleinen Bonus Lichteffekte wie aus einer Soap-Opera. Bildsprache ist etwas was ein Film an sich dem Buch voraus hat, was aber leider viel zu wenig genutzt wird. American Beauty ist das absolute Vorzeigeexampel. In Benjamin Button wirkt allerdings fast jedes dieser Bilder gezwungen. Ein Kolibri, der sich auf eine Geschichte die sich die Seemänner am Anfang erzählen bezieht, taucht mehrmals auf. Nicht um irgendwas zu zeigen, oder um uns zum nachdenken zu bringen....nein...einfach nur damit der vermeidlich dumme Zuschauer sagen kann: „Ahja...Kolibri. War schon mal da. Kann ich mich erinnern. Is ein Symbol......ja...so ist das!“
Auch wenn sich das alles ziemlich schlecht anhört, mochte ich den Film im Großen und Ganzen. Er war gut, aber eben nicht umwerfend. Es nervt mich einfach nur dass die Zuschauer (und die Academy) einfach nicht mehr zwischen großen Gefühlen und groß aufgeblasenen Gefühlen unterscheiden können. Benjamin Button ist kein Film der in Zehn Jahren noch in irgendwelchen Bestenlisten auftauchen wird. Sind die Effekte mit denen der Film aufgezogen wurde erstmal veraltet, kommt sein wahres Gesicht zu Tage.
Wertung: 3 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Das Ende kam nicht ganz so übertrieben wie ich befürchtet hab und hat mich ein wenig versöhnt.
Das fand ich dämlich: Die Südsee-Segel-Montage
Was haben wir gelernt: Wenn Menschen in verschiedene Richtungen altern, wird eine Beziehung schwierig.
Frost / Nixon

Dick Nixon war mal Präsident der Vereinigten Staaten. Leider hat er sich dann bei dem erwischen lassen, was man in unserem Land als „Veruntreuen von Regierungsgeldern“ bezeichnet. Danach ist er in einen Hubschrauber gestiegen, hat noch kurz mit beiden Händen das Victory-Zeichen gezeigt und wart nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Mit Ausnahme eines Fernsehinterviews mit dem britischen Showmaster David Frost, der mit allen Mitteln Nixon zu einem Geständnis bringen wollte...
Vorhang auf für unseren Hollywood-Schablonen-Film Nummer Zwei für heute. Der kleine Underdog, der einfache Moderator, der den großen Durchbruch schaffen will und der böse alte Mann. Kinderfresser Richard Nixon, Ex-Präsident und eigentlich unbezwingbar. Wenn es in Benjamin Button einzelne Szenen und Dialoge waren die etwas Nachhilfe brauchten um den von Hollywood vorgegeben Standart an „Epik“ zu erreichen ist es hier die Story an sich. Die Entstehung dieses zugegebenermaßen sehr berühmten Interviews ist nicht wirklich interessant, wird hier aber auf eine Stunde gestreckt. Dass Frost anfangs keine Sponsoren findet um das Interview zu finanzieren ist einfach nicht spannend genug um szenenlang darüber zu berichten und es mit einem pompösen Hans Zimmer-Score auszustatten. Nicht viel anders ist es in der zweiten Hälfte des Films in der die Interviews nachgestellt werden. Zwar wird eine unheimliche Spannung zwischen den beiden Hauptfiguren aufgebaut, aber die Szenen zwischen den Interviews wirkten zum teil etwas erzwungen.
Frost / Nixon versucht ein David-Golith-Duell nachzustellen, dass zwar an sich überaus spannend ist, aber einfach nicht für einen zweistündigen Film reicht. Anstatt sich auf den tatsächlich vorhandenen Konflikt zu verlassen und den Film etwas leichter zu machen, hat man das Werk Oscar-gerecht ausgeschmückt. Anstatt an Größe zu gewinnen verliert der Film dadurch leider viel von der zum Teil knisternden Spannung. Es bleibt ein guter Film, der sich selbst einfach ein bisschen überschätzt hat.
Wertung: 3,5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Das letzte Interview ist ein gelungener Klimax.
Das fand ich dämlich: Uninteressante Interview-Vorbereitungen.
Was haben wir gelernt: Wenn der Präsident es tut, ist es nicht illegal!
Milk

Harvey Milk ist schwul. Er findet das gut, viele andere aber nicht. Zusammen mit seinem Freund startet er im Chicaco der 70er Jahre eine Bürgerinitiative die sich für die Rechte der Schwulen einsetzt. Seine politische Macht wird so stark, dass er nach einigen gescheiterten Versuchen in den Stadtrat gewählt wird, wo einige Kollegen überhaupt nicht von seinem „unchristlichen Lebensstil“ und seinen politischen Vorstellungen begeistert sind und dies auch deutlich zeigen.
Milk basiert auf einer wahren Geschichte.
Diesen Satz liebt Hollywood um für seine Filme Werbung zu machen. Biopics und Verfilmungen politischer Ereignisse sind mega-angesagt bei den Zuschauern und Helden die sich für die Rechte von Randgruppen einsetzen sowieso. Ich hingegen bekomm immer eine Gänsehaut wenn ich diesen Satz im Trailer höre. Und Milk ist ein gutes Beispiel um zu erklären warum:
Es gibt keine Helden! Wir erfinden sie nur, weil wir Menschen brauchen zu denen wir aufblicken können, weil wir Ideale brauchen. Harvey Milk war ein Bürgerrechtler der viel für die Schwulen und ihre Rechte getan hat, die Methoden die er angewendet hat und seine Einstellungen gegen Menschen die nicht zu einer seiner geliebten Randgruppen gehörten finde ich allerdings mehr als zweifelhaft. Genau wie die Tatsache Menschen wie ihn in einem Film zu glorifizieren. Zwar stellt Sean Penn seine Figur als echten Menschen mit Fehlern da, aber seine Taten werden in dem Film kaum hinterfragt. Er ist ein Held...Basta! „Take it or leave it.“ Ein Satz den Harvey Milk bei einer Rede selbst von sich gibt und der seine Politik recht gut beschreibt.
Milk ist ein guter Film mit noch besseren Darstellern. Er gibt einen guten Einblick in die Anfänge der politischen Schwulenbewegung in Amerika und fast durchgehend interessant erzählt. Leider gibt es immer wieder Momente die mir die Figur und den Film unsympathisch gemacht haben. Und so etwas darf einfach nicht passieren. Vor allem nicht wenn man eigentlich zeigen will, dass es hier um einen Helden geht.
Wertung: 3,5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: James Franco war klasse...besser als der Penn.
Das fand ich dämlich: Die Schwule-sind-besser-als-Heteros Einstellung die manchmal durch kam.
Was haben wir gelernt: Schwule können genau so intolerant sein wie Heteros.
Slumdog Millionaire

Jamal Malik wird von der Polizei wegen Verdacht auf Betrug bei einer Spielshow festgenommen. Bei der indischen Ausgabe von „Wer Wird Millionär“ hat er 14 der 15 Fragen ohne große Probleme beantwortet. Die letzte soll am Tag darauf folgen. Auf der Polizeiwache muss er sich nun das Tape der Folge anschauen und erklären woher der Antworten wusste. Dabei stellt sich heraus, dass jede der Fragen ihn an ein Ereignis in seinem erinnert...
Dank Bollywood ist Indien ein von westlichen Filmemachern noch fast unberührter Ort. Danny Boyle hat sich in die Slums von Mumbai gewagt um die Geschichte von einem armen Jungen (Jamal), seinem Bruder und die auf ihrer Reise aus dem Ghetto neu gefundenen Freundin (und bald große Liebe von Jamal) zu erzählen. Die bitteren Jugenderlebnisse der Kinder werden mit so viel Leichtigkeit erzählt, dass man in der ersten Hälfte fast vergisst, wie schlimm ihre Situation eigentlich ist. Kamera, Schnitt und Musik machen Slumdog Millionaire in diesem Teil des Films zu einem Märchen- und einem Abenteuerfilm zugleich. Als es dann ernster wird, geht die Leichtigkeit etwas verloren und der Film verlässt sich ganz auf die Geschichte und die Dramatik die von selbst entsteht. Er macht also genau das, was ich mir bei den bereits besprochenen Nominierten gewünscht hätte. Auch die Rückblenden-Erzählung funktioniert bei Slumdog einfach besser. Anstatt sie einfach nur nebenbei mitlaufen zu lassen, wird sie gegen Ende zum Finale des Films.
Slumdog Millionaire ist frisch, bunt, schön, traurig, herzerwärmend, aufmunternd und noch vieles mehr. Großes Kino, große Gefühle und das alles mit einfachen Mitteln. Die Art von Film die die breite Masse, wie auch anspruchsvollere Filmfans begeistern kann und wie ich sie mir öfter in der Liste der Oscar-Nominierungen wünsche.
Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Die indischen Slums waren mir als "Bühnenbild" völlig neu.
Das fand ich dämlich: Einen relativ schwachen Hauptdarsteller.
Was haben wir gelernt: Dazu müsst ich die Pointe des Films verraten. Der letzte Satz halt.
Das Oscar-Fazit:
Meine Kritiken sind vielleicht ein bisschen schlechter ausgefallen als ich es vor hatte, aber Lob bekommen diese Filme überall genug und an meiner Wertung hab ich nichts geändert. Mich stört es einfach, dass die Academy sich immer noch von großen Budgets und übertriebenen Darstellungen überzeugen lässt und kleine, feine Filme oder auch anspruchsvolle Blockbuster einfach übersehen werden. Ich bin froh das Slumdog Millionaire gewonnen hat, aber ohne Danny Boyles Namen wäre das wohl auch nicht möglich gewesen. Die moderne Show dieses Jahr hat mir aber Hoffnung gegeben, dass die Academy in Zukunft vielleicht noch etwas offener wird.
Vorweg sollte ich allerdings sagen, dass ich The Reader nicht gesehen hab und auch nicht vor habe dies zu tun. Das Thema interessiert mich einfach nicht.
The curious case of Benjamin Button

Der kleine Benjamin hat’s nicht leicht. Seine Eltern kennt er nicht, alle sagen ihm er hat nicht lange zu leben und er sieht aus wie ein alter Sack. Seine Ziehmutter, eine Frau die in einem Seniorenheim arbeitet, merkt allerdings schnell, dass der Junge etwas besonderes ist....Er altert nämlich rückwärts.
Damit haben wir schon den Hauptplot, welcher natürlich mit einer Liebesgeschichte verknüpft ist. Erzählt wird das ganze in einer Rückblende von einer Frau die auf dem Sterbebett liegt und sich von ihrer Tochter Benjamins Tagebücher vorlesen lässt. Diese Art der Erzählstruktur deutet auf das bei der Academy beliebteste aller Genres hin: Das Melodram. Und zwar das Hardcore-Hollywood-Melodram mit überlebensgroßen Gefühlen und dicken Sonnenuntergängen bei denen die Sonne mindestens so breit wie die Leinwand sein muss. The curious case of Benjamin Button schlägt in dieser Richtung voll zu. Das mag die amerikanischen Filmkritiker, die Academy und den durchschnittlichen Kinogänger begeistern aber ich persönlich habe damit ein Problem....besser gesagt viele Probleme. So gut dieser Film stellenweise auch gemacht ist und so interessant das Thema auch ist, alles wird in überdimensional aufgeblasen und mit zum Teil lächerlichen, veralteten Mitteln in Szene gesetzt. Die digitalen Effekte die Brat Pitt beispielsweise verjüngen sind großartig und hätten vollkommen ausgereicht um damit einen Aha-Effekt auf die Leinwand zu zaubern. Herrn Fincher hat dies allerdings nicht gereicht und so gibt es als kleinen Bonus Lichteffekte wie aus einer Soap-Opera. Bildsprache ist etwas was ein Film an sich dem Buch voraus hat, was aber leider viel zu wenig genutzt wird. American Beauty ist das absolute Vorzeigeexampel. In Benjamin Button wirkt allerdings fast jedes dieser Bilder gezwungen. Ein Kolibri, der sich auf eine Geschichte die sich die Seemänner am Anfang erzählen bezieht, taucht mehrmals auf. Nicht um irgendwas zu zeigen, oder um uns zum nachdenken zu bringen....nein...einfach nur damit der vermeidlich dumme Zuschauer sagen kann: „Ahja...Kolibri. War schon mal da. Kann ich mich erinnern. Is ein Symbol......ja...so ist das!“
Auch wenn sich das alles ziemlich schlecht anhört, mochte ich den Film im Großen und Ganzen. Er war gut, aber eben nicht umwerfend. Es nervt mich einfach nur dass die Zuschauer (und die Academy) einfach nicht mehr zwischen großen Gefühlen und groß aufgeblasenen Gefühlen unterscheiden können. Benjamin Button ist kein Film der in Zehn Jahren noch in irgendwelchen Bestenlisten auftauchen wird. Sind die Effekte mit denen der Film aufgezogen wurde erstmal veraltet, kommt sein wahres Gesicht zu Tage.
Wertung: 3 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Das Ende kam nicht ganz so übertrieben wie ich befürchtet hab und hat mich ein wenig versöhnt.
Das fand ich dämlich: Die Südsee-Segel-Montage
Was haben wir gelernt: Wenn Menschen in verschiedene Richtungen altern, wird eine Beziehung schwierig.
Frost / Nixon

Dick Nixon war mal Präsident der Vereinigten Staaten. Leider hat er sich dann bei dem erwischen lassen, was man in unserem Land als „Veruntreuen von Regierungsgeldern“ bezeichnet. Danach ist er in einen Hubschrauber gestiegen, hat noch kurz mit beiden Händen das Victory-Zeichen gezeigt und wart nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Mit Ausnahme eines Fernsehinterviews mit dem britischen Showmaster David Frost, der mit allen Mitteln Nixon zu einem Geständnis bringen wollte...
Vorhang auf für unseren Hollywood-Schablonen-Film Nummer Zwei für heute. Der kleine Underdog, der einfache Moderator, der den großen Durchbruch schaffen will und der böse alte Mann. Kinderfresser Richard Nixon, Ex-Präsident und eigentlich unbezwingbar. Wenn es in Benjamin Button einzelne Szenen und Dialoge waren die etwas Nachhilfe brauchten um den von Hollywood vorgegeben Standart an „Epik“ zu erreichen ist es hier die Story an sich. Die Entstehung dieses zugegebenermaßen sehr berühmten Interviews ist nicht wirklich interessant, wird hier aber auf eine Stunde gestreckt. Dass Frost anfangs keine Sponsoren findet um das Interview zu finanzieren ist einfach nicht spannend genug um szenenlang darüber zu berichten und es mit einem pompösen Hans Zimmer-Score auszustatten. Nicht viel anders ist es in der zweiten Hälfte des Films in der die Interviews nachgestellt werden. Zwar wird eine unheimliche Spannung zwischen den beiden Hauptfiguren aufgebaut, aber die Szenen zwischen den Interviews wirkten zum teil etwas erzwungen.
Frost / Nixon versucht ein David-Golith-Duell nachzustellen, dass zwar an sich überaus spannend ist, aber einfach nicht für einen zweistündigen Film reicht. Anstatt sich auf den tatsächlich vorhandenen Konflikt zu verlassen und den Film etwas leichter zu machen, hat man das Werk Oscar-gerecht ausgeschmückt. Anstatt an Größe zu gewinnen verliert der Film dadurch leider viel von der zum Teil knisternden Spannung. Es bleibt ein guter Film, der sich selbst einfach ein bisschen überschätzt hat.
Wertung: 3,5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Das letzte Interview ist ein gelungener Klimax.
Das fand ich dämlich: Uninteressante Interview-Vorbereitungen.
Was haben wir gelernt: Wenn der Präsident es tut, ist es nicht illegal!
Milk

Harvey Milk ist schwul. Er findet das gut, viele andere aber nicht. Zusammen mit seinem Freund startet er im Chicaco der 70er Jahre eine Bürgerinitiative die sich für die Rechte der Schwulen einsetzt. Seine politische Macht wird so stark, dass er nach einigen gescheiterten Versuchen in den Stadtrat gewählt wird, wo einige Kollegen überhaupt nicht von seinem „unchristlichen Lebensstil“ und seinen politischen Vorstellungen begeistert sind und dies auch deutlich zeigen.
Milk basiert auf einer wahren Geschichte.
Diesen Satz liebt Hollywood um für seine Filme Werbung zu machen. Biopics und Verfilmungen politischer Ereignisse sind mega-angesagt bei den Zuschauern und Helden die sich für die Rechte von Randgruppen einsetzen sowieso. Ich hingegen bekomm immer eine Gänsehaut wenn ich diesen Satz im Trailer höre. Und Milk ist ein gutes Beispiel um zu erklären warum:
Es gibt keine Helden! Wir erfinden sie nur, weil wir Menschen brauchen zu denen wir aufblicken können, weil wir Ideale brauchen. Harvey Milk war ein Bürgerrechtler der viel für die Schwulen und ihre Rechte getan hat, die Methoden die er angewendet hat und seine Einstellungen gegen Menschen die nicht zu einer seiner geliebten Randgruppen gehörten finde ich allerdings mehr als zweifelhaft. Genau wie die Tatsache Menschen wie ihn in einem Film zu glorifizieren. Zwar stellt Sean Penn seine Figur als echten Menschen mit Fehlern da, aber seine Taten werden in dem Film kaum hinterfragt. Er ist ein Held...Basta! „Take it or leave it.“ Ein Satz den Harvey Milk bei einer Rede selbst von sich gibt und der seine Politik recht gut beschreibt.
Milk ist ein guter Film mit noch besseren Darstellern. Er gibt einen guten Einblick in die Anfänge der politischen Schwulenbewegung in Amerika und fast durchgehend interessant erzählt. Leider gibt es immer wieder Momente die mir die Figur und den Film unsympathisch gemacht haben. Und so etwas darf einfach nicht passieren. Vor allem nicht wenn man eigentlich zeigen will, dass es hier um einen Helden geht.
Wertung: 3,5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: James Franco war klasse...besser als der Penn.
Das fand ich dämlich: Die Schwule-sind-besser-als-Heteros Einstellung die manchmal durch kam.
Was haben wir gelernt: Schwule können genau so intolerant sein wie Heteros.
Slumdog Millionaire

Jamal Malik wird von der Polizei wegen Verdacht auf Betrug bei einer Spielshow festgenommen. Bei der indischen Ausgabe von „Wer Wird Millionär“ hat er 14 der 15 Fragen ohne große Probleme beantwortet. Die letzte soll am Tag darauf folgen. Auf der Polizeiwache muss er sich nun das Tape der Folge anschauen und erklären woher der Antworten wusste. Dabei stellt sich heraus, dass jede der Fragen ihn an ein Ereignis in seinem erinnert...
Dank Bollywood ist Indien ein von westlichen Filmemachern noch fast unberührter Ort. Danny Boyle hat sich in die Slums von Mumbai gewagt um die Geschichte von einem armen Jungen (Jamal), seinem Bruder und die auf ihrer Reise aus dem Ghetto neu gefundenen Freundin (und bald große Liebe von Jamal) zu erzählen. Die bitteren Jugenderlebnisse der Kinder werden mit so viel Leichtigkeit erzählt, dass man in der ersten Hälfte fast vergisst, wie schlimm ihre Situation eigentlich ist. Kamera, Schnitt und Musik machen Slumdog Millionaire in diesem Teil des Films zu einem Märchen- und einem Abenteuerfilm zugleich. Als es dann ernster wird, geht die Leichtigkeit etwas verloren und der Film verlässt sich ganz auf die Geschichte und die Dramatik die von selbst entsteht. Er macht also genau das, was ich mir bei den bereits besprochenen Nominierten gewünscht hätte. Auch die Rückblenden-Erzählung funktioniert bei Slumdog einfach besser. Anstatt sie einfach nur nebenbei mitlaufen zu lassen, wird sie gegen Ende zum Finale des Films.
Slumdog Millionaire ist frisch, bunt, schön, traurig, herzerwärmend, aufmunternd und noch vieles mehr. Großes Kino, große Gefühle und das alles mit einfachen Mitteln. Die Art von Film die die breite Masse, wie auch anspruchsvollere Filmfans begeistern kann und wie ich sie mir öfter in der Liste der Oscar-Nominierungen wünsche.
Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Das fand ich gut: Die indischen Slums waren mir als "Bühnenbild" völlig neu.
Das fand ich dämlich: Einen relativ schwachen Hauptdarsteller.
Was haben wir gelernt: Dazu müsst ich die Pointe des Films verraten. Der letzte Satz halt.
Das Oscar-Fazit:
Meine Kritiken sind vielleicht ein bisschen schlechter ausgefallen als ich es vor hatte, aber Lob bekommen diese Filme überall genug und an meiner Wertung hab ich nichts geändert. Mich stört es einfach, dass die Academy sich immer noch von großen Budgets und übertriebenen Darstellungen überzeugen lässt und kleine, feine Filme oder auch anspruchsvolle Blockbuster einfach übersehen werden. Ich bin froh das Slumdog Millionaire gewonnen hat, aber ohne Danny Boyles Namen wäre das wohl auch nicht möglich gewesen. Die moderne Show dieses Jahr hat mir aber Hoffnung gegeben, dass die Academy in Zukunft vielleicht noch etwas offener wird.
-12°
07/01/09 03:31 Filed in: U steht für
Uni
In Trier hat jetzt
endgültig der Winter Einzug gehalten. Pünktlich zum
Ende der Ferien. Für die nächsten Monate ist jetzt
Stress pur angesagt. 2 Referate, 2 Hausarbeiten, 2
Klausuren und jede Menge Latein.
Ein Referat durfte ich heute bereits halten. Das fantastische Werk „Gender Studies“ entstand innerhalb von 5 Stunden zwischen 2 und 7 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag. (Die Dozentin fand es „verwirrend“) Jetzt sind 24 Stunden vergangen, ich hab immer noch kaum geschlafen und wache hier im Bett am Laptop weil ich weiß, dass Morgen nach dem Aufstehen die Uni wieder richtig losgeht und ich verdammt nochmal was machen muss.
In diesem Sinne: Auf wärmere Tage!
Ein Referat durfte ich heute bereits halten. Das fantastische Werk „Gender Studies“ entstand innerhalb von 5 Stunden zwischen 2 und 7 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag. (Die Dozentin fand es „verwirrend“) Jetzt sind 24 Stunden vergangen, ich hab immer noch kaum geschlafen und wache hier im Bett am Laptop weil ich weiß, dass Morgen nach dem Aufstehen die Uni wieder richtig losgeht und ich verdammt nochmal was machen muss.
In diesem Sinne: Auf wärmere Tage!