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1 Clara-Zetkin-Park, 27.08.2004
2
Radrennbahn, 27.08.2004
3
Stadtrallye, 28.08.2004
4
Michaeliskirche. 28.08.2004
5
Radrennbahn, 28.08.2004
6
Radrennbahn, 29.08.2004
Index
Alle Teilnehmer trafen sich am Freitag
Nachmittag beim Springbrunnen im Clara-Zetkin-Park. Man meldete sich an, bekam
von den Veranstaltern Namensschild und Ablaufplan. Dann war Wiedersehen und
-begrüßen bzw. neu Kennenlernen angesagt. Es gab reichlich besondere Leute und
ihre Liegeräder zu sehen.

In der letzten
Kategorie fand ich Özden Terlis Carbon-Tieflieger am interessantesten. Ich
weiß ja nicht, ob H.R. Giger seine Hand im Spiel hatte, aber das "organische"
Design erinnert an ein Alien.
Nach ein, zwei Stunden ging es dann im Konvoi
mit Motorradeskorte zur Radrennbahn in Leipzig-Kleinzschocher. Hier haben die
gut ausgestatteten und zwei unerfahrene Teilnehmer im Innenraum auf dem Gras
ihre Zelte aufgeschlagen. Gerade da begann es auch zu regnen.

Alles aber nicht so
wichtig, jetzt wurden erst einmal gegenseitig die Liegeräder getauscht und
ausprobiert, was nach und nach in eine Lichterfahrt mündete. Zwischendurch und
währenddessen: Gespräche, Witze, Abendessen und Musik.
Für mich (Carl) war das Gute, dass ich sehr
viele Räder ausprobieren konnte, denn es gab viele Kinder und kleine
Erwachsene.

Hier bin ich auf
einem Toxy, das mir Rita Kohl geliehen hat ...

... und auf Tina
Andersecks Kurzlieger Marke Eigenbau.
Am allerbesten hat mir Jörgs
Kohlefaser-Liegerad gefallen. Dieses Rad ist gebaut wie die Kreuzotter von Walter Zorn.

Es war von den
Liegerädern, die ich ausprobiert habe, das tiefste und das schnellste, ich
konnte Leute überholen, die mich auf den anderen Rädern sonst überholen.
Als wir spät abends in unsere Zelte krochen,
wunderte ich mich, das meine Hände nass wurden. Das ganze Zelt stand voll
Wasser! Als wir alle Sachen evakuiert hatten, richteten wir uns im Auto für die
Nacht ein.
Am nächsten Morgen ging es dann im Lindwurm
wieder in den Clara-Zetkin-Park, dort wurden die Teilnehmer zur Stadtrallye
eingewiesen und gestartet. Unsere Gruppe, "Die Varizen" (fragt mich
nicht, warum ...) wurde auf die "Liegende Acht"-Strecke nach Osten
geschickt, die Routen waren aber so ausgelegt, dass man sich mit den anderen
Gruppen immer 'mal wieder traf. Die Strecke führte jedenfalls durch ziemlich
schöne Teile Leipzigs. Oder grüne. Oder interessante.

Die Liegeradgruppen
selber erregten im Stadtbild auch gelegentlich etwas Aufsehen. Hier an der
Thomaskirche schaut J.S. Bach zwar weg, aber eine asiatische Touristin
interessierte sich doch sehr für das Anderseck'sche Alleweder.
An verschiedenen Zwischenstationen waren
Fragen zu beantworten. Zum Beispiel musste der Winkel einer spitzen Häuserecke
geschätzt werden. Man konnte aber auch in das Haus gehen und einen smarten Küchenverkäufer
mitsamt einer Winkellehre herauslocken, dass er einem den Winkel vermaß. Er war
überraschend stumpf (der Winkel).

Sehr gefallen hat
allen Liegeradlern der Stattpark, in dem mit 98 Schildern das Parken gestattet
ist, aber kein Platz mehr bleibt.
Alle Gruppen hatten das Ziel ihrer Rallye an
der Michaeliskirche. Dort gab es erst einmal Kaffee und Kuchen. Die Strasse vor
der Kirche war abgesperrtt und bald herrschte dort reger, tiefer, zwei- und
dreirädriger Verkehr. Die Möglichkeit zu Probefahrten wurde auch von Passanten
häufig genutzt. Wir haben sicherlich einige für das Liegeradfahren begeistern können.

Links oben: nur ein
Teil der über hundert Teilnehmer vor der Michaelisskirche. Rechts oben: die
Fahrradwerkstatt (!) im Keller der Michaeliskirche. Unten: Volle Konzentration
beim slow race.
Dann fanden zwei sehr gegensätzliche Rennen
statt: ein slow race, bei dem es darum ging, eine Strecke von 15 Metern so
langsam wie möglich zurückzulegen, ohne einen Fuß (oder eine Hand, für die
Tieflieger!) auf den Boden zu setzen oder seine Bahn zu verlassen. Nachdem so
bewiesen war, dass alle sehr langsam fahren konnten, ging es im drag race um
das Gegenteil: 250 Meter mit stehendem Start, paarweises Ausscheidungsrennen.
Dieses Rennen ist etwas materialmordend, Ketten, Leitrollen und Ritzelzähne
hatten ordentlich zu leiden.

Oben: noch 'mal slow
race. Unten: Özden in der höchsten Sitzposition und beim Slalom-Showfahren für
die Presse.
Abends ging es dann wieder im Konvoi zur
Radrennbahn, zum Grillen. Natürlich wurde auch wieder auf der Bahn gefahren,
mit Licht und ohne und die beiden Vollverkleideten kreisten oben und überholten
alle.

Als es dunkel wurde,
hat einer der Teilnehmer eine tolle Feuershow gezeigt, jonglieren mit
brennenden Fackeln vorm aufgehenden Mond, dazu Trommelklänge!
Die zweite Nacht haben Carl und ich unsere
Schlafsäcke auf der obersten Ebene der Tribüne ausgerollt, und dort liess sich
trotz Regens und anhaltenden Fests ganz gut schlafen.

Der Ausblick von
dort oben am nächsten Morgen auf die Radrennbahn im Morgenrot war auch nicht
schlecht.
Am letzten Tag waren noch die
"ernsthaften" Rennen zu absolvieren: 400 m - Sprint, Kinderrennen,
Tandemrennen, 10 km - Rennen für Alltagslieger und für Tieflieger.

Oben: Gestartet
wurde sehr konzentriert oder sehr locker...
Unten rechts: ... oder mit väterlicher
Hilfe. Unten links: Friedemann Lätsch hat auf seiner "Rennpappe" den
400 m - Sprint als erster der Männer und das 10 km - Rennen als zweiter der ...
ähem Tieflieger beendet. Carl wurde immerhin vierter im Kinderrennen und ich
achter bei den Alten Herren Alltagslieger.
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On 2 Sep 2004,
20:24.