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HP Velotechnik StreetMachine GT


Title: Probefahrt

Abstract: Warum ich mich auf einer Probefahrt für die StreetMachine GT entschieden habe.

Body: Auf der Rückfahrt von einer Weiterbildung in Weimar kommen wir an der Radscheune Erfurt vorbei und ich schaue mich dort auf der Suche nach einem Liegerad ein wenig um. Die Brüder Derer habe drei Liegeräder ausgestellt: ein Ostrad Adagio , eine HP Velotechnik StreetMachine und ein völlig verrücktes Liegeradtandem, Ostrad Janus . Die ersten beiden sehen mir interessant aus, und ich mache einen Termin zum Probefahren aus.
Am 20.12.2003 ist dieser dann, und Rüdiger Derer gibt mir als erstes den Langlieger zum ausprobieren.
Auf dem Parkplatz bringt er mir erst einmal das Radfahren neu bei. Eigentlich hatte ich vor Jahren ja schon einmal ein Liegerad probegefahren, aber die neurokinetische Erinnerung ist wohl verblasst. Nach einigem Herumgeeiere auf dem Parkplatz traue ich mich dann auch in den Stadtverkehr und fahre nach Süden aus Erfurt heraus. Als Erstes fällt mir die gute Aussicht auf: Anders als beim "wedgie" sieht man frei nach vorne, oben und zu den Seiten. Auf diesem recht hohen Liegerad ist auch das Umblicken gar nicht so schwer, ich glaube nicht, dass ich einen Rückspiegel bräuchte.
Strassenbahnschienen und das typische ostdeutsche Kopfsteinpflaster zeigen dann: das Adagio federt alles weg, wie ein Sofa. Als es bergauf geht, ist es allerdings auch so dynamisch wie ein Sofa. Nun gut, es ist auch eine Masse Metall und Mensch den Berg hoch zu befördern. Da heißt es, kleiner Gang 'rein und hochnüdeln.
Als es wieder bergab geht, werde ich durch das affenartige Tempo (so kommt es mir jedenfalls vor, so ungewohnt nah am Boden!) an Schlittenfahren erinnert. Ich lasse das Sofa aber nicht frei laufen, schon im Laden meinte man, die Trommelbremsen seien wohl etwas unterdimensioniert für mein Gewicht. Außerdem hat das Lenkgestänge Spiel, es hat Lager aus dem Trabi. Da kann sich nun jeder seinen ost- oder westdeutschen Reim drauf machen...
Da ich nun 'mal wieder beim Laden angekommen bin und noch lebe, lasse ich mir auch die StreetMachine GT fertig machen.
Die Proberunden auf dem Parkplatz gehen schon wesentlich besser und bald geht es wieder auf die bekannte Strecke. Bei diesem Kurzlieger habe ich gleich ein besseres Fahrgefühl. Der Geradeauslauf ist eher noch etwas besser, und das Rad ist leichte rund fährt sich dadurch spritziger. Der GFK-Schalensitz, der ein festes, aber gut gepolstertes Widerlager abgibt, spielt dabei sicher auch eine Rolle. Hier stellt sich das Schlitten-Gefühl schon in der Ebene ein: ich sehe nur meine Füße und den Tretlagerausleger vor mir. Die Federung ist straffer, aber das was durchkommt, empfinde ich nicht mehr als unangenehm. Das Fahren macht einfach einen Riesenspaß, und so fahre ich den Berg hoch bis zur A-4 und darüber hinaus. Die Fahrt den Berg herunter ist dann der reine Wahnsinn, diesmal lasse ich's laufen und merke dann aber, dass die V-Bremsen gerade so zurecht kommen. Scheibenbremsen wären wohl besser. Die Vordergabel taucht beim Bremsen ein, ein für mich ungewohntes Gefühl, weil ich noch nie eine gefederte Vordergabel gefahren bin, bin halt kein (Mountain-) Biker!
Insgesamt ein tolles Erlebnis. Ich entscheide mich, so ein Liegerad zu bestellen, tiefere Modelle will ich erst einmal nicht in Betracht zeihen. Schließlich will ich es auf langen Touren und Brevets benutzen, da ist Verkehrseignung und Gesehenwerden wichtig.
Es wird bis Mitte Januar dauern, bis es kommt...


Title: Abholung und Basteleien

Abstract: Erste Eindrücke von meiner neuen StreetMachine GT, Basteleien am ersten Tag

Body: Am 20.1.2004 war es dann endlich so weit, dass ich meine StreetMachine GT vom Händler abholen konnte. Leider hatte ich nicht viel Zeit für Probefahrten und musste nach einer halben Stunde wieder weiter, aber auch das Wetter war nicht allzu verlockend. Unter
http://homepage.mac.com/chammann/PhotoAlbum19.html habe ich ein paar Fotos ins Netz gestellt.
Nachdem Rüdiger Derer den Tretlagerausleger und den Lenker eingestellt hatte und die Kette auf das notwendige Maß gekürzt hatte, habe ich im Schneetreiben eine kleine Runde in Erfurt-Haarberg gedreht, alles lief ganz gut, wenn auch noch mancher Schlenker drin war. Die Shimano-Klickpedale rasten fast unwillkürlich ein, das Ausklicken geht eher noch besser als auf dem Rennrad, vielleicht, weil die Last auf der Pedalplatte fehlt.
Apropos Last, ich habe das Liegerad mit den härteren Federn (für über 100 kg Gesamtlast) bestellt, die Federn brauchen so fast gar nicht vorgespannt zu werden und es ergibt sich ein fast sänftenartiges Fahren.
Abends zu hause bastele ich dann noch ein wenig an dem Rad herum. Leider funktioniert der Sigma BC 1200 Fahrradcomputer mit Funksender, den ich vorgesehen hatte, in allen denkbaren Anordnungen nicht, schließlich lese ich in der Anleitung (ja, ja, RTFM...), dass der Empfänger in einem 30°-Konus über dem Sender sein muss. Das läss...