Fri - February 18, 2005Der SupporterUm wen es hier wohl geht ;-)
Er war eine ziemlich abgehalfterte Erscheinung:
Fettiges Haar, Drei-, oder manchmal Vier-tagebart und er stank. Nicht schlimm,
aber doch merklich. Manchmal war er fröhlich, stand mit glitzernden Augen
da, und wollte das Problem wissen. Meistens aber schlurfte er ins Zimmer, in
gebeugter Haltung, und sagte erst etwas wenn er angesprochen wurde. Wenn er dann
sprach zitterte seine Stimme ein wenig vor Unsicherheit. Dann setzte er sich an
den Computer, und klimperte mit sienen langen Fingernägeln auf der
Tastatur.
Durch leichte Unterwürfigkeit machte er sich bei den meisten beliebt. Man mochte ihn einfach, und erzählte ihm schnell intimste Dinge, obwohl er nicht viel von sich preisgab, oder gerade deswegen. Denn kommunikativ war er nicht. Jeder merkte sich seinen komischen Namen, aber er selber wusste oft nicht wie er die Leute ansprechen sollte, sagte "sie" wenn "du" angebracht währe, und umgekehrt, und benutzte die Namen der Leute nicht. Wenn er die Probleme gelöst hatte, ging er wieder fort, kahm erst wieder wenn das nächste mal der Computer nicht funktionierte. Posted at 10:27 PM | Wed - February 2, 2005Das WasserIch versuche mehr Variation in meine Geschichten
zu bringen, mal gucken ob mir das gelingt.
Dort fliesst Wasser, es gurgelt und gluckert. Wo
es wohl hin will?
Zuerst geht es immer bergab, das könnte man jetzt negativ werten, aber so ist das nunmal mit Wasser. Vielleicht gelangt das Wasser in einen Strudel, es trudelt und strömt im Kreise, auch das tut Wasser manchmal. Anderes Wasser versickert, und fliesst durch geheimnisvolle Höhlen die wild glitzern würden, wenn es dort Licht gäbe. Irgendwann fliesst das Wasser ins Meer. Dort rollt es und bricht, das tut Wasser im Meer oft. Dann wird es verdampft, um irgendwo wieder abzuregnen. Das Wasser ist jetzt wieder am Anfang, und gurgelt und gluckert wieder. Wo es wohl diesmal hin geht? Ich glaube dem Wasser ist es egal, denn Wasser ist geduldiger als Steine, schleift diese ab bis sie weg sind. Posted at 11:51 PM | Sun - January 30, 2005Der grosse FroschDiese war mühsam, weil mir immer Geschichten
einfiehlen die ich hier schon geschrieben habe...
Es war einmal ein Frosch der war besonders gross.
Eines Tages kam ein Storch daher, und lugte in den Teich in dem der grosse
Frosch lebte. Er sah all die kleinen Frösche, und sagte "Ach was soll's,
die sind mir alle zu mickrig." da war der besonders grosse Frosch beleidigt, und
sagte: "Hey, ich bin doch besonders gross!" Da lachte der Storch laut auf, und
meinte dann immer noch kichernd: "DU bist zwar grösser als die anderen
Frösche, aber immer noch total klein." - "Du frecher Kerl! ich bin der
grösste Frosch weit und breit!" Posaunte der Frosch erbost. " Aber sieh
doch wie gross ich bin, da muss schon ein anderer kommen bevor ich satt werde!"
Erklärte der Storch, und schon flog er davon. Der besonders grosse Frosch
aber bemerkte erst jetzt, wieso der Storch an den Teich gekommen war, und war
dann doch froh so klein zu sein.
Posted at 11:42 PM | Fri - January 28, 2005AbschiedKomisch was einem so einfällt. Dies ist halt
heute mir eingefallen...
Sieh der Stiefel, dort
füll ihn füll ihn aus Sieh die Jacke spann sie ein spann die Jacke gut Fühl die Muskeln auf und ab, auf und ab im gleichen Trabestakt. Sieh die Türe mach sie auf lauf hinaus komm nie wieder du alte Maus. Posted at 09:44 PM | Thu - January 27, 2005Der kleine FischIch wollte mal wieder eine ganz kurze Geschichte
schrieben, ist aber nichts draus geworden :)
Es war einmal ein kleiner Fisch, der war sehr
unglücklich in seinem kleinen Teich. Er wollte weg, neues erleben. Aber
egal in welche Richtung er schwamm, immer stiess er an den Rand des Teiches. Die
anderen Fische hingegen wollten lieber dick werden und verbrachten ihre Zeit mit
fressen. So zog unser kleine Fisch immer am Rande des Teiches entlang und lugte
aus dem Wasser, anstatt zu fressen. Er war schon ganz Mager geworden, da wurde
es ihm zu langweilig immer nur hinauszugucken, und er sprang mit einem riesigen
Satz aus dem Fischteich und war endlich glücklich. Die anderen Fischen
hörten nie wieder von ihm, und erzählten ihren Kindern von der
Dummheit sich aus dem Fischteich zu wagen.
Posted at 12:23 AM | Tue - January 25, 2005KnochenfeldHeute hat es viel geschneit in Zürich, daher
der Anfang dieser Geschichte.
Langsam rieselte der Schnee vom Himmel. Er fiel
auf das Feld der gelben Knochen, füllte die Lücken auf und veredelte
die Gebeine mit weissen Käppchen. Eine mächtige Kriegerinn Stampfte
suchend durch den Schnee. Immer wieder brachen die alten Knochen unter ihr ein.
Suchend blickte sie sich um, stöberte unter einem besonders grossen
Knochenhaufen, ging weiter. Plötzlich stand ein gut aussehender junger Mann
vor ihr. Keine Fusspuren waren hinter ihm zu sehen, und manchmal schien er wie
Dunst zu flackern. "Dieser weg führt in die Verdammniss!" gebot er der
grossen Kriegerinn Einhalt. Diese lachte rau: "Ich war schon oft in der
Hölle des Krieges, lass mich durch, Trugbild." Sie wedelte mit ihrem
Schwert durch die Erscheinung. "Was willst du auf diesem Acker des Todes?"
Fragte der junge Mann. "Oh, ich brauche einen besonders grossen Knochen, den ich
dem Dorfältesten von Uslapa zeigen kann, damit er glaubt ich habe das
Monster von Erin erschlagen." Grinste die Kriegerinn. "Das ist falsch und
unehrenhaft, ich werde das nicht erlauben!" Drohte das Trugbild, und hob die
Arme. "Warte, ehrenhafter Geist, ich will nichts unrechtes tun, nur das Monster
von Erin war ein kleiner Kobold, und keiner wird mir etwas dafür zahlen
dass ich einen Kobolds erschlagen habe." - "Trotzdem ist es unehrenhaft."
Beharrte der Geist. "Dann werde ich wohl besser gehen." sagte die Kriegerinn.
Langsam schlenderte sie an den Rand des Knochenfeldes. Dann nahm sie
blitzschnell einen mittelgrossen Knochen und rannte so schnell sie konnte davon.
"Du widerliche Schlampe!" brauste der Geist auf, doch er wahr machtlos, denn
ausserhalb des Knochenfeldes hatte er keine Kräfte. So verspottete ihn die
Kriegerinn noch ein wenig aus sicherer Entfernung, und ging dann ihres
Weges.
Posted at 11:11 PM | Mon - January 24, 2005RamökDie Erschaffung von Ramök, den werden wir so
schnell nicht mehr los!
"Lass uns endlich heiraten!" Tina war ganz
aufgeregt. Josh überlegte kurz, und sagte dann: "Aber nur so richtig in der
Kirche mit einem grossen Fest!" Tina lächelte: "Und zur Feier des Tages
lassen wir 12 Drachen steigen, auf denen je 4 Tauben aufgemalt sind." Josh
lachte nun, und wedelte mit den Armen: "Ja, und dann Brennen wir die Kirche
nieder, als Zeichen unserer Ablehnung ihrer heidnischen Tradition!" - "Ha,
genau! Wenn dann die Gäste in Panik fliehen, dann beschwören wir
Ramök, den Geist von Panik und Chaos herauf!" Tina hüpfte auf und ab
vor lauter Begeisterung. Josh aber fand: "Hmm, der Geist gefällt mir nicht,
ich würde dann meine Ritterrüstung anziehen, und ihn in einem
heroischen Kampf besiegen." Mit gewaltigem Gewedel kam Josh immer näher an
Tina heran. Diese befahl mit weinerlicher Stimme: "Geh weg, Ich will meinen
Geist!" Dann verzog sie ihr Gesicht zu einem Flunsch. Josh Aber kam ihr immer
näher. Da rief seine Mutter aus der Küche: "Kommt Kinder, es gibt
Essen" und alles war wieder gut.
Posted at 11:14 PM | Tue - January 18, 2005Dumme SprücheIch wollte etwas was ich in der Zeitung
gelesen habe umsetzen.
Links ging es steil abwärts. Rechts auch.
Langsam tastete sie sich vor. Sie war die einzige Frau die sich das wagte. Klar,
es gab jede menge dummer Sprüche am Anfang. Aber wenn sie Zeigte dass sie
keine Angst hatte, und auf die Träger hinausging, dann hielten die
Sprücheklopfer schnell den Mund. Heute war es wieder sie, die sich als
einzige hinausgewagt hatte. Die Anderen sagten es sei zu windig, man könne
heute nicht Arbeiten. Als sie den Zu montierenden Träger an der Kette vor
sich hin und her schwenken sah, dachte sie daran wie einem Mal die Hand beim
Nieten abgerissen worden war. Ein anderer was von eben so einem Träger in
die Tiefe geschubst worden.
Wieder ein tastender Schritt. Klar der Bauleiter hatte ihnen etwas von der grossen Leistung, der Verantwortung, und dem Ruhm vorgelabert. Ihr ging es um das Geld, das hiess, eigentlich um ihren Dad, dessen Krankenhausaufenthalt sie zahlen musste. Noch ein Schritt. Schnell die Niete ansetzen, draufheizen, Niethammer, fertig. Jubelnd riss sie Ihre Arme in die Höhe, geschafft! Doch gerade jetzt gab es eine Windböe, sie wurde zur Seite gerissen, liess den Niethammer fallen, den Lötkolben, fiel, fiel, aus dem unfertigen achtzehnten Stock des Hochhauses, fiel in die Tiefe. Die Träger des Sicherheitsseiles schnitten ihr in die Schultern, pressten die Luft aus ihr raus. Ein paar Sekunden hing sie orientierungslos in der Luft, dann sah sie ihren Kollegen am anderen Ende des Seils grinsen. Das würde wieder dumme Sprüche hageln! Posted at 09:24 PM | Mon - January 17, 2005Das FahrradHin und wieder passiert mir genau
das:
Die Hände hatte er auf den Bauch gelegt. Sie
wurden im zu schwer, und er legte sie neben sich auf die Matratze. Die Augen
waren schon lange zu, und langsam schlief er
ein.
Er fuhr mit dem Fahrrad die Strasse entlang. Eine Ampel schaltete auf Rot. Er hielt an, aber vergass einen Fuss vom Pedal zu nehmen. Zuerst passierte nichts. Doch dann legte sich das Fahrrad nach links. Immer weiter nach links rüber, schon war er am fallen. Da wachte er schweissgebadet auf. Auch wenn sein Herz wie wild pochte, legte er sich auf die Seite, um wieder einzuschlafen. Posted at 05:27 PM | Sat - January 15, 2005SchneesturmTeil einer grösseren Geschichte die ich
schon lange im Kopf habe.
Er musste einfach weitergehen. Der Sturm toste um
ihn herum, und die Sicht war so schlecht, dass er den Boden nicht mehr richtig
sah. Alles um ihn herum war weiss von dem Schneetreiben, und seine Nase war
schon so kalt, dass sie heiss brannte. Er hatte alte Lumpen in seine Schuhe
gestopft, doch er spürte die Füsse nicht mehr. Er war erschöpft,
wusste nicht mehr genau wohin er ging. Immer den Berg entlang, das war klar,
aber sonst? Ab und zu machte er eine Kehrtwende, um den Hang nicht so steil
hinauf zu müssen.
Endlich, nach stundenlangem, mühseligen durch den Schnee Stapfen, fand er einen kleinen Überhang, und setzte sich hin um etwas zu essen und zu trinken. das Essen hatte er in einem Sack eng bei sich getragen, doch es war trotzdem eiskalt, und das Brot war teilweise gefroren. Am Apfel biss er sich fast die Zähne aus, so hart war er geworden. Trinken konnte er auch nicht, das Wasser war gefroren. Obwohl der Wind immer noch kalt unter seine Kleidung fuhr, überkam ihn nach kurzer Zeit des Sitzens eine wohlige Wärme. Kurz machte er die Augen zu, und dann holte er seine Lederdecke hervor, um für immer einzuschlafen. Posted at 03:14 PM | Thu - January 13, 2005Der VorsatzDieser Text ist Ergebniss der Aufgabe für
die Schreibstube.
Schon lange ist's her, da hat sich Herr K.
vorgenommen endlich abzunehmen. Leider klappte das nicht so, es war einfach zu
mühsam mit dem täglichen Training, den faden, fettarmen Speisen, und
sowieso all diese bescheuerten Diäten: Slimfast, Trennkost,
Kartoffeldiät,
Früchtediät...
Daher entschloss Herr K. sich, eine Fettabsaugung zu machen. Schliesslich wollte er abnehmen, um jeden Preis. Es war dann auch ein stolzer Preis, den er zahlen musste. Nicht nur des Geldes wegen, sondern auch weil er noch tagelang Schmerzen hatte. Seine Haut hing in Falten an seinem Bauch, und widerliche vernarbte Punkte blieben zurück, wo der Arzt den Sauger eingeführt hatte. Das schlimmste aber war, dass es nichts genutzt hatte. Schon bald hatte sich Herr K. mit leckerem Bier, Schokolade und Salami vollgestopft. Jetzt durfte man ja, aber eigentlich durfte man eben nicht, so dass Herr K. wieder beleibt wie vorher Wurde. "Soweit zu diesem Vorsatz." Dachte sich Herr K. und wollte fortan nicht mehr abnehmen. Posted at 12:09 AM | Wed - January 12, 2005ParadiesWie das Mittelalter hätte sein
sollen.
Auf der Schlammigen Strasse kam ein Edelmann
daher. "Krankheit, Pest und Tod! Hier alles zum drittel Preis!" Rief er. Die
Leute scharten sich um ihn, um sich möglichst schnell Anzustecken. Frauen
rissen ihm die Kleider vom Leib, wollten sie Essen, so dass der Edelmann mit
viel Geld aber nackig aus dem Dorf
weiterzog.
Jeder wollte möglichst schnell sterben. Manche assen nichts, andere Tranken nicht. Aber das war eher selten. Es war klar, wer sich selber umbringt der kommt in die Hölle, aber wer durch Krankheit, Pest und Unfall zu Tode kam, konnte auf sofortiges Paradies pochen, und wer will da nicht möglichst schnell hin? Posted at 12:11 AM | Tue - January 11, 2005Der TunnelEin versuch einer
Horrorgeschichte...
Wer immer dies liest. Bitte vergesst uns
nicht.
Alles begann ganz normal: Die Strassenbahn fuhr in einen Tunnel. Nur eigentlich sollte hier eine Brücke kommen, nicht ein Tunnel. Was wohl mit der Brücke passiert war? Wo führte dieser unverhoffte Tunnel hin? Auch manche anderen Fahrgäste waren verstört. Ein Pärchen tuschelte miteinander. Ein Jugendlicher nahm die Ohrstöpsel raus. Dann eine Durchsage: "Geehrte Fahrgäste, hier spricht ihr Fahrer. Leider scheint es eine technische Panne gegeben zu haben. Dieser Tunnel wird bald zu Ende sein, und wir entschuldigen uns für etwaige Umstände." Jetzt waren alle Fahrgäste beunruhigt. Der Fahrer schien selbst am Rande des Wahnsinns dahin zu schlittern, so wie seine Stimme gezittert hatte. Wieder eine Durchsage: "Der Tunnel ist bald zu Ende, ich kann schon das Ende sehen, bald ist das Ende da!" Den letzten Satz schrie der Fahrer aus voller Brust. Der Tramzug fuhr immer schneller. "Ende, Ende, Ende..." Murmelte es aus dem Lautsprecher. Zum Glück sass ich im hinteren Wagen, da konnte mir der verrückte Fahrer nichts tun. Wir fuhren nun schon fünf Minuten durch den Tunnel, und ein seltsames Gefühl bemächtigte sich meiner Brust. Ich bekam Panik, wie der Fahrer! Auch andere schienen es zu spüren, und ich sah den Jugendlichen aufspringen und die Notbremse betätigen. Nichts veränderte sich, wir beschleunigten immer noch. Ich merkte dass der Jugendliche plötzlich seltsam alt wirkte, und als ich auf meine Hände herabblickte, bemerkte ich dass, ich plötzlich die uralte Hände hatte. Aus einem Kinderwagen sprang, als junges Mädel, ein ehemaliges Baby. Der ältere Herr vor mir war vornüber gesunken, und als ich ihn anstiess, da zerbröselte er zu Staub. Wer immer dies liest, vergesst uns nicht. Posted at 12:34 AM | Sun - January 9, 2005Die DiskussionIch hab immer mühe mit Dialogen, daher diese
Übung.
"Das kannst du mir nicht antun!"
"Ich will aber nicht mehr" "Aber denk doch an den Ruhm, das Geld..." "Nein! Ich kann einfach nicht mehr." "Weisst du, die Frauen, die lieben das, aber keine will mit einem ex.." "Auch das ist mir egal, jetzt lass mich in ruhe." "Komm schon, einfach noch einmal, dieses letzte mal." "Nein gerade dieses mal nicht." "Wenn nicht für das Geld, den Ruhm, die Frauen, dann für mich!" "Wie, für dich?" "Ich kann mir jemand neues suchen, aber nur wenn du heute hier gewinnst." "Verdammt, das hast du das letzte mal schon gesagt!" "Und?" "Hmm" "Bitte." "Na gut, aber ich steige wirklich das letzte mal in den Ring" "Das ist mein Boxer, jetzt mach ihn fertig!" Posted at 11:31 PM | Thu - January 6, 2005Herr F.Etwas langatmig, aber irgendwie Zen.
Jeden Abend zog sich Herr F. nach der Arbeit um.
Seit 40 Jahren schon. Zuerst zog er sich seinen Blaumann aus. Dann folgte das
Unterhemd. Er war normalerweise nicht einer der ersten in der Garderobe, aber
auch nicht der letzte. Zuletzt zog er sich die Socken aus. Sorgfältig legte
er alle Kleidungstücke zusammen, und packte die Socken und das Unterhemd in
eine braune Papiertüte. Die ersten der anderen waren zu diesem Zeitpunkt
bereits fertig mit Umziehen. Die Unterhose zog er nie aus, es geziemte sich
nicht sich derartig zu entblössen, auch wenn das die Jungen nicht zu
scheren schien. Herr F. nahm sich seine Kleidung aus dem Spind. Mit diesen war
er am Morgen zur Arbeit erschienen, und nun zog er sie sich wieder an. Zuerst
die Socken, dann das Unterhemd, im Winter zusätzlich lange Unterhosen. Zu
diesem Zeitpunkt war niemand mehr ausser Herrn F. in der Umkleide. Bis er sich
Angezogen hatte und bereit war mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren, konnte sehr
viel Zeit vergehen.
Dann, eines Tages hatten sich die Jungen zusammengetan, um ihn zu verspotten, als er gerade in seiner Unterhose dastand. Herr F. blickte sie nur stoisch an, bekleidete sich weiter. Die Jungen aber liessen nicht locker, machten dumme Sprüche, und nahmen ihm schliesslich das Unterhemd weg, als er es sich gerade überziehen wollte. Herr F. setzte sich hin und wartete. Die Jungen waren es bald leid ihn zu foppen, und jemand warf Herrn F. das Unterhemd ins Gesicht. An diesem Abend wartete ein fast gleich alter Mittarbeiter auf Herrn F. Er fragte Ihn: "Warum hast du dich nicht gewehrt, oder wenigstens erklärt warum du das so machst? Nichtmal ich weiss das." Herr F. antwortete: "Ach, weisst du, heute hat Jochen wieder die Socken falsch herum angezogen, und Michael hat das Hemd angelassen. Sören hat den Blaumann in den Spind von Mark getan, und Mark hat schon seit zwei Wochen dieselbe Hose an. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, und wenn sie es nicht sind, dann will ich ihnen gerne dabei helfen sich aufzuheitern." Posted at 12:06 AM | Wed - January 5, 2005Das ParfümEndlich wieder eine Geschichte, tut mir leid
wegen dem Unterbruch... und dann auch noch eine so ähnliche... naja, ich
versuch morgen wieder originell zu sein ;-)
Heute ging ich in eines von diesen riesigen
Kaufhäusern in der Stadt. Normalerweise mache ich das nicht, aber ich
brauchte unbedingt diese Socken die es nur dort gab, für meine Mutter. Also
ich spazierte so dahin, auf der suche nach der Sockenabteilung. Da kam
plötzlich so eine Verkäuferin dahergewuselt, mit einem riesigen Flakon
in der Hand. "Wollen sie eine Probe?" Rief sie entzückt, und sprühte
mich mit zwei heftigen Stössen auf den Sprühmechanismus voll.
Entgeistert starrte ich sie an. Sie wollte schon weiterwuseln, aber ich war
schneller. Ich packte sie am Arm und entriss ihr die Parfümprobe. "Du
willst bestimmt auch mal." knirschte ich zwischen den Zähnen hervor, und
Sprühte ihr ins Gesicht. SIe wollte schreien, aber ich sprühte ihr
gleich in den Mund, so dass nur ein Röcheln
herauskam.
Jetzt habe ich lebenslanges Hausverbot, und meine Mutter muss sich ihre Socken selber besorgen, aber das war es wert. Posted at 05:58 PM | Sun - January 2, 2005Die PunkerinMeine Mutter wollte immer so etwas mit frechen
Punks tun...
"Haste ma nen euro?" Murmelte die Punkerin. Der
ältere Mann, der nur so vor sich hin spaziert war, blickte sie verdutzt an.
"Wie bitte?" fragte er. "Hätte gern n'bisschen Kleingeld." Wiederholte die
junge Frau. "Nein, heute wohl eher nicht." versuchte er sich aus der Affäre
zu ziehen. Er hatte sich schon weggedreht, da rief die Punkerin: "So nicht! Du
reicher Sack..." - "Lass mich so leben wie ich will, denn ich lasse dich ja auch
so leben wie du willst." Unterbrach der ältere Herr, und lies die Punkerin
verdutzt zurück.
Posted at 12:17 AM | Fri - December 31, 2004Das böse WutzelchenEin Wutzelmärchen für kleine
Wutzelkinder.
Es war einmal ein kleines Wutzelchen. das
wutzelte den ganzen Tag herum, wie es alle Wutzel so tun. Doch dieses Wutzelchen
war besonders. Es war besonders böse. Dazu muss man wissen dass alle Wutzel
ganz liebe kleine Kerlchen sind, die nie jemandem etwas böses tun. Wenn ein
Wutzel beim bösen Wutzelchen vorbeikam, und "Holadelidü!"
grüsste, so antwortete das böse Wutzelchen nicht mit
"Tüdeldü!", sondern mit "Hallo". Es war sogar so böse, dass es
manchmal kein Trinkgeld gab. Es war also von Grund auf schlecht. Die anderen
Wutzel hatten so viel Angst vor dem bösen Wutzelchen, dass sie es
verstiessen. Das böse Wutzelchen irrte noch etwas durch die Gegend, aber
schon bald erlag es seiner Bösartigkeit, und wurde von einer Eule
gefressen.
Passt also alle auf, und seid immer lieb und nett, sonst geht es euch wie dem bösen Wutzelchen! Posted at 02:13 PM | Thu - December 30, 2004ToilettenhäuschenEin weiterer Versuch einer morallosen
Geschichte...
Heute spazierte ich des nachts an einem
Toilettenhäuschen vorbei. Da ich ein gewisses drängen verspürte,
wollte ich es betreten, doch an der Türe hing ein Zettel: "Wegen Umbau
ausser Betrieb bis:" es war keine Zahl auf der gepunkteten Linie unter diesem
Satz angegeben. Ich zögerte kurz, doch dann drückte ich die
Türklinke doch herunter, und siehe da: die Türe lies sich öffnen.
Im hell erleuchteten innern erwartete mich einen grobschlächtigen Mann. Er
hatte die Hosen heruntergelassen, und war im begriff eine junge Frau, welche vor
ihm vornübergebeugt kauerte, zu penetrieren. Diese versuchte Ihr Gesicht zu
verdecken. Trotzdem sah ich ihre Tränen. "Hau ab" knurrte der Mann, und das
tat ich dann auch.
Posted at 12:02 AM | Wed - December 29, 2004GeschichtsmobbingDiese Gefällt mir irgendwie besonders gut,
ich weiss nicht warum...
Im Geschichtenland, von dem ich schon einmal
berichtete, gab es eine Geschichte, die wollte nie
enden.
SIe sagte zu den anderen Geschichten: "Ich werde nie enden, ich bin die unendlich lange Geschichte!" Die anderen Geschichten machten sich lustig über die Geschichte die nie enden wollte. Sie sagten: "guck, da geht die unendlich dumme Geschichte." Oder: "Hey, unendlich dumme Geschichte, geh doch weg!" Manchmal sagten sie auch: "Unendlich dumme Geschichte hör doch endlich auf!" Wie man sieht wahren sie nicht sehr einfallsreich. Die Geschichte die nie enden wollte machte sich nicht viel aus den Beschimpfungen der anderen Geschichten. Es gab eine Geschichte, die tatsächlich "Unendliche Geschichte" hiess. Diese war, obwohl sehr wohl endlich, das Vorbild der Geschichte die nie enden wollte. Deswegen versuchte sie immer in der Nähe dieser Geschichte zu sein, und schon bald sah man sie immer als Pärchen durch die Geschichtenwelt wandern. Das mochten die anderen Geschichten gar nicht, und sie spotteten: "da ist das unendlich dumme Pärchen." Und: "Ihr seid doch geschichts-sexuell!" Manchmal riefen sie auch: "geht doch zu ende ihr blöden Geschichten!" Eines Tages, da war das ende der Geschichte die nie enden wollte tatsächlich da. Als die anderen Geschichten sahen, dass die Geschichte die nicht enden wollte aufhörte, da sassen sie mit der "Unendlichen Geschichte" zusammen, und sagten: "Diese Geschichte hatte Visionen!" Und: "Eine Geschichte mit einem Ziel ist eine gute Geschichte!" Manchmal schniefte eine besonders gerührte Geschichte: "Währe sie doch nie geendet!" Da schimpfte die "Unendliche Geschichte": "Ihr habt die arme Geschichte die nicht enden wollte immer fertig gemacht, und jetzt wo es zu spät ist, redet ihr gut über sie. Ihr Heuchler!" Wütend stapfte die "Unendliche Geschichte" von dannen, um ehrlichere Gesellschaft zu finden. Posted at 06:21 PM | |
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