Anmerkung: Die Bezeichnung »FS2000« bezieht sich auf alle Ausprägungen des Flugsimulator 2000 und 2002 und den Combat Flight Simulator 2. Wo es Unterschiede gibt, ist das im Text extra erwähnt. Eine Einschränkung auf einen Simulator ist mit »nur FS2000« o.ä. bezeichnet.
Alle Parameter von FSUIPC kann man in der Datei »FSUIPC.INI« einstellen. Der komfortablere Weg geht natürlich über die Dialogboxen. Trotzdem gibt es ein paar zusätzliche Parameter, die sehr selten verändert werden müssen und diese sind nur über die Datei zugänglich.
Nach der Installation und dem Starten von Flugsimulator 2000 sollte ein zusätzliches Menü mit dem Titel »Modules« ganz rechts in der Menüzeile erscheinen. Der Aufruf des Menüeintrags »FSUIPC…« startet das Programm und liefert folgende Dialogbox:
Ein Druck auf den Knopf Normal defaults setzt alle Einstellungen auf die Normalwerte zurück.
Der andere Knopf, Minimum weather defaults, ist für die Benutzer des Programms WidevieW da, um den Client-Rechner einzustellen (nicht den Server) damit WidevieW das Wetter korrekt vom Server auf den Client kopieren kann, ohne dass FSUIPC daran etwas ändert. WidevieW ist ein System, um den Flugsimulator auf mehreren Rechnern über ein Netzwerk zu benutzen. Der Autor ist Luciano Napolitano.
Wichtig: Benutzer von ProFlight2000 oder anderen Abenteuer-Programmen die (wahrscheinlich einstellbar) ihr eigenes Wetter erzeugen sollten eventuell auch den Knopf Minimum weather defaults drücken. Damit wird so wenig Einfluss wie möglich auf das Wetter gemacht. Probleme im FS2000 können sonst zu einem Absturz führen wenn mehrere Programme gleichzeitig das Wetter kontrollieren wollen. Wird das Wetter des Abenteuers nicht benutzt, dann kann man ruhig das Wetter von FSUIPC einstellen.
In den folgenden Dialogboxen kann man beliebige Einstellungen vornehmen. Diese werden durch den Druck auf OK übernommen bzw. die Änderungen durch Cancel, die Taste ESC oder des Schließknopfes in der rechten oberen Ecke ignoriert.
Der einzige Unterschied zwischen FS2000 und FS2002 ist, dass es beim FS2000 nicht die Option Correct subterranean winds gibt (wird nicht gebraucht). Stattdessen gibt es dort die Option Set turbulence as variability (variable Turbulenzen) mit einem Stärkeparameter. Diese Turbulenzen-Option gibt es wiederum beim FS2002 nicht, weil der entsprechende Bug nicht mehr vorhanden ist.
Diese Einstellungen sind für Wetteränderungen wichtig, die von externen Programmen, z.B. Abenteuern, vorgenommen werden. Übernimmt das externe Programm die vollständige Kontrolle, dann sie die Einstellungen ev. nicht anwählbar.
Bei der Verwendung des realen Wetters des FS2000 gibt es nur eine einzige Windschicht. Mit aktiver Option werden dann die Windübergänge zwischen angrenzenden Wetterstationen geglättet.
Der Grund, warum diese Option nicht in den Standardeinstellungen aktiviert ist, liegt darin, dass dadurch eventuell andere Programme beeinflusst werden. FSUIPC interpoliert nämlich dann die Windstärken und -richtungen und dadurch bekommen Pilot und Controller ev. verschiedene Werte geliefert. Das kommt natürlich auf die verwendeten Programme an. Im Normalfall verbessert die aktivierte Option das Windverhalten.
Diese Optionen betreffen Winde, die aus beliebigen Quellen kommen (intern und extern).
Hier noch eine Einstellmöglichkeit für die Stärke der Turbulenzen vorgesehen. Je nach persönlichem Geschmack kann man im Textfeld einen Wert zwischen 1 und 20 angeben. Peters Meinung für den »richtigen« Wert ist 10. Das entspricht 100% der Turbulenzenstärken. Man kann also jetzt die Stärke zwischen 10% und 200% variieren. Der Standardwert ist 7 (also 70%).
Die Optionen in dieser Rubrik beschränken die Sichtweite und erzeugen einen fließenden Übergang von den Werten am Boden bis zur Flughöhe. Die Standardwerte dafür sind 60 Meilen Sichtweite auf 25000 ft Höhe. Der fließende Übergang kann auch von einem externen Programm kontrolliert werden. In diesem Fall ist der Aktivierungsknopf in dieser Rubrik nicht anwählbar.
Der einzige Grund für eine eigene Einstellung für »clear«-Bedingungen ist, dass sonst nur der FS2000 keine Sterne oder keinen blauen Himmel anzeigen würde. Mit diesen Einstellungen kann man also in Bodennähe die effektive Sichtweite einschränken und damit die Framerate für die Landung erhöhen, aber trotzdem in großen Höhen die volle Sichtdistanz nutzen.
Der Effekt ist beim FS2002 nicht ganz so stark und außerdem kann es auch negative Effekte geben. Wenn die Sichtweite reduziert wird, dann können Wolkentexturen verloren gehen. Die Farbe in großer Entfernung entspricht außerdem eher einem blau als einem grau oder weiß.
Die anderen Optionen sollten normalerweise auf ihren Standardeinstellungen bleiben.
Anmerkung: Der einzige Grund für eine eigene Einstellung für klaren Himmel ist ein Fehler in der Implementierung im FS2000. Bei einer Sichtweite von z.B. 20 Meilen und klarem Himmel würde man normalerweise niemals blauen Himmel bei Tag bzw. Sterne in der Nacht sehen. Mit separaten Einstellungen für klaren bzw. bedeckten Himmel erhält man eine schöne Aussicht während des Flugs und gute Frameraten am Boden.
Wenn diese Option aktiviert ist, dann überprüft und ändert FSUIPC die Sichtweite nach diesen Kriterien:
Der Zufallswert wird nur einmal alle fünf Minuten berechnet, um zu häufige Änderungen in der Sichtweite zu vermeiden.
Ein externes Programm kann diese Werte kontrollieren. In diesem Fall ist diese Option nicht anwählbar.
Diese Option aktiviert den fließenden Übergang vom Boden bzw. der eingestellten Höhe bis zur Maximalsichtweite bei einer anderen Höhe. Die drei Zahlenfelder bedeuten:
Die Werte werden nur dann benutzt wenn die Sichtweite nicht schon durch andere Einflüsse gesetzt wurde.
FSUIPC kann das Wetter verändern, um zusätzliche Anreize zu schaffen. Auch hier gilt, wenn ein externes Programm diese Einstellungen kontrolliert, dann ist die entsprechende Option nicht anwählbar.
Alle zwei Minuten wird überprüft, ob die Bedingungen für ein Gewitter vorliegen. Ein Sturm kann sehr kurz sein oder viele Minuten lang dauern.
Hier sind alle Optionen zusammengefasst, die so exotisch sind, dass sie keinen Platz in anderen Rubriken gefunden haben.
Diese Option tut zwei Dinge. Erstens wird der Autopilot im FS2000 dahingehend verändert, dass er seine Höheninformation auf die gleiche Art und Weise korrigiert nach dem Umgebungsdruck bezieht wie der Höhenmesser. Wenn das nicht der Fall ist und der atmosphärische Druck (QNH) und der am Altimeter eingestellte Korrekturwert unterschiedlich sind (z.B. wenn 29.92" bzw. 1013mb auf Flighlevel-Höhe eingestellt ist) dann würde der Autopilot das Flugzeug auf einer anderen als die eingestellte Höhe halten. Der Unterschied ist umso größer, je größer die Druckdifferenz ist.
Die zweite Veränderung betrifft die Steig- und Sinkrate und korrigiert einen Fehler, wenn der eingestellte Wert negativ ist aber die Zielhöhe über der derzeitigen Flughöhe ist und umgekehrt.
Manche Panels können den Autopiloten in einer anderen Art und Weise benutzen, die zu Problemen führen könnte, z.B. indem sie die Steigrate an Stelle der ALT-Einstellung dazu benützen, um eine bestimmte Höhe zu erreichen. Wenn ALT nicht auf 0 oder auf mehr als 65000 eingestellt ist, dann könnte diese Option Schwierigkeiten verursachen. In diesem Fall sollte man diese Option deaktivieren bzw. versuchen, den Fehler über ein Logfile zu lokalisieren (das Mitloggen von »Extras« einschalten und dann nach »*** Vertical speed« suchen).
Diese Option verhindert, dass FS2000 das Flugzeug in seiner Position verändert wenn man einen Flugplan in das GPS lädt. Das ist sehr praktisch, wenn man den Flug vom Gate oder einer anderen Position beginnen möchte.
Diese Option sollte nur beim FS2000 immer aktiviert sein. Sie umgeht einen Programierfehler im FS2000 bei der die Sichtweite extrem reduziert wird wenn man gerade durch Wolken geflogen ist. Man würde in diesem Fall nur einen weißen Bildschirm sehen (daher der Name »white-out«).
Dieser Bug könnte im FS2002 schon behoben worden sein weil der Bugfix von FSUIPC keine Wirkung mehr hat. Der Status ist unbekannt.
Wenn diese Option aktiviert ist, dann verhindert FSUIPC, dass man unabsichtlich das Panel verschiebt oder in der Größe verändert. Das betrifft das Hauptpanel aber auch die Funkgeräte, GPS oder die Mittelkonsole.
Diese Einstellung funktioniert nur, wenn man bei den Anzeigeeinstellungen unter Windows die Option »Fensterinhalt beim Ziehen anzeigen« deaktiviert hat.
Wenn diese Option aktiviert ist, dann verhindert FSUIPC, dass Pedale zu hohe Spitzenwerte bei extremen Ausschlägen liefern. Das ist besonders für Wilcos 767PIC auf dem FS2002 wichtig. Dort kommt es zu Problemen, wenn das Flugzeug ohne yaw damper geflogen wird.
Achtung! Wird diese Option eingeschalten, dann sollte man seine Pedale mit FSUIPC kalibrieren und eine »Dead Zone« bei den Extremwerten definieren (siehe weiter unten). Sonst kann man keine maximalen Ausschläge erzeugen. Bitte zuerst ohne diese Einstellung kalibrieren und erst später einschalten.
Beim FS2002 gibt es einen Bug, bei dem man Niederschlag nicht mehr los wird. (Salzburger Schnürlregen für alle!) Wenn Microsoft diesen Bug entfernt, dann muss diese Option deaktiviert werden.
Bei manchen Panels gibt es ein Problem, dass eine Änderung einer Einstellung, z.b. Heading, Kurs, usw. mit der Maus nach einer gewissen Zeit auf größere Schrittweiten eingestellt wird. Das heißt, die Werte ändern sich dann nur noch in großen Schrittweiten und sind nicht mehr fein einstellbar.
Durch diesen Fix fängt FSUIPC alle diese Änderungen an Werten ab und gibt sie dem FS2002 »in kleinen Häppchen«, damit der nicht durcheinander kommt.
Im FS2002 können die NAV-Radios jetzt auch auf 25 kHz-Frequenzen eingestellt werden. Manche Panels kommen jetzt durcheinander. Mit dieser Option kann man wieder auf 50 kHz-Schritte zurückstellen.
Sehr viele hier beschriebenen Optionen können über ein externes Programm kontrolliert werden. Ist das der Fall, dann werden die entsprechenden Optionen in FSUIPC grau dargestellt und sind nicht anwählbar. Will man doch Änderungen vornehmen dann muss diese Option aktiviert sein.
Diese Option erhöht die Leistung der Batterie, damit man sich z.B. in Ruhe auf das Push-Back vorbereiten kann. Bei einem Wert von 0 liefert die Batterie immer Strom. Jeder andere Wert (von 1-999) wird als Faktor zur normalen Batterieleistung multipliziert.
FSUIPC kann eine einmal entladene Batterie nicht wieder aufladen!
Diese Option schränkt Luftdruckänderungen von externen Programmen wie z.B. SquawkBox auf 1 mb pro angegebene Sekunden ein (1 bis 30 Sekunden sind einstellbar). Keine Änderungen gibt es, wenn das Flugzeug am Boden steht oder wenn der Flugsimulator im Pause-Modus ist.
Bei der Verwendung von FSMeteo ist diese Option nicht anwählbar.
Mit dieser Einstellung kann man verhindern, dass bei viel Luftverkehr Flugzeuge übersehen werden. Die internen Tabellen von FSUIPC erlauben derzeit maximal 96 Flugzeuge. Bei einem Wert von 0 ist die Reichweite nicht beschränkt und dann könnte diese interne Tabelle überlaufen. Der Standardwert von 40 nm sollte eigentlich ausreichend sein. Ein größerer Wert als 80 nm ist sinnlos, weil der FS2002 über diese Entfernung hinaus gar keine Flüge erzeugt.
Bestimmt, woher FSUIPC die Bezeichnung für Fremdflugzeuge nehmen soll.
Mit dem Zusatzprogramm »TrafficLook« (wird mit FSUIPC mitgeliefert) kann man sich diese Bezeichnungen ansehen.
Hier kann man eine Logdatei erzeugen lassen in der Einträge aus den angegebenen Rubrik mitgeschrieben werden. Die Logdatei wird im Verzeichnis Modules erzeugt und hat den Namen FSUIPC.LOG. Frühere Logdateien bekommen eine laufende Nummer zur Unterscheidung.
Hier kann man Tasten definieren, um bestimmte Aktionen zu starten oder zu stoppen.
Der folgende Text stammt Großteils noch vom FS2000. So ziemlich alle Dinge haben im FS2002 ihre Entsprechung. Ein paar Kleinigkeiten sind dazugekommen aber wenn man keine Scheu hat, in den .cfg-Dateien zu stöbern, dann ist das nicht allzu kompliziert.
Das Kalibrieren von Joysticks war beim Flugsimulator schon immer relativ schwierig. Einerseits muss man manche Dinge in der Systemsteuerung bei den Spielesteuerungen einstellen, andererseits kann man Nullzonen u.ä. nur innerhalb des Flugsimulators definieren.
Mit der Zeit ist außerdem eine ganze Schar von Zusatzgeräten auf den Markt gekommen, die man auch an den Computer anschließen kann und die für Flugsimulatoren gedacht sind. Da gibt es Joysticks mit vielen Achsen, Gashebel und sogar analoge Bremsen (z.B. die USB-Version der CH Pro Pedals). Manche Geräte kann man mit den Bordmitteln des FS2000 einstellen, andere wiederum überhaupt nicht. Zum Beispiel kennt der Flugsimulator analoge Bremskräfte, nur einstellen kann man sie nicht! Jedenfalls bis jetzt nicht, mit FSUIPC geht's.
Bevor man die Möglichkeiten von FSUIPC für Joysticks benutzen kann, muss man sich im Klaren sein, welche Joystick-Achsen man überhaupt benutzen möchte und diese auch zuordnen. Vorzugsweise benutzt man dazu nicht die Dialogboxen im FS2000 sondern benutzt einen simplen Texteditor wie NotePad. FS2000 ist nämlich auch dafür bekannt, dass das Programm die schon gemachten Zuordnungen über den Haufen wirft. Alle relevanten Parameter für Joysticks befinden sich in der Datei »fs2000.cfg« im Abschnitt »[JOYSTICK_nn]«, wobei alle vorhandenen Joysticks von 00 bis 15 durchnummeriert sind. Beim FS2002 gibt es stattdessen obskure Werte wie
[JOYSTICK_MAIN {6F1D2B70-D5A0-11CF-BFC7-444553540000}]
um die Joysticks voneinander zu unterscheiden.
Wichtig! Wenn man anfängt, die Joystickeinstellungen direkt in der CFG-Datei zu ändern, dann sollte man unbedingt den Parameter
LOCKED=1
bei jedem [JOYSTICK_nn]-Abschnitt hinzufügen bzw. den Wert von 0 auf 1 ändern. Diese Einstellung verhindert, dass FS2000 von sich aus die Joystick-Einstellungen wieder ändert.
Jede Achse, die man zuordnen und kalibrieren kann, ist FS2000 durch einen bestimmten Namen bekannt. Hier sind die Namen und eine kurze Beschreibung der Achsen, die von FSUIPC behandelt werden können:
| Name der Achse in FS2000.CFG | Funktion | Bedeutung |
|---|---|---|
| AXIS_AILERONS_SET | Querruder bzw. X-Achse des Joysticks | Wertebereich von -16384 (rechts) bis +16384 (links), 0 ist in der Mitte |
| AXIS_ELEV_TRIM_SET | Trimmung des Höhenruders | 16384 bis +16384, 0 ist neutral |
| AXIS_ELEVATOR_SET | Höhenruder bzw. Y-Achse des Joysticks | -16384 (Nase hoch) bis +16384 (Nase runter), 0 ist in der Mitte |
| AXIS_MIXTURE_SET | Gemischeinstellung | -16384 (mager) bis +16384 (fett), siehe auch MIXTURE_SET |
| AXIS_PROPELLER_SET | Propellersteuerung | -16384 (feathered) bis +16384 (volle Steigung), kein Umkehrschub. Siehe auch PROP_PITCH_SET. FSUIPC kann die Propellersteuerung auch vier separaten Kontrollen zuordnen (PROP_PITCHn_SET) wenn man den Umkehrschub auf dem selben Hebel braucht. |
| AXIS_RUDDER_SET | Seitenruder. Ist normalerweise den Pedalen zugeordnet bzw. der Drehachse bei manchen Joysticks. Auch als R-Achse bekannt. | -16384 (rechts) bis +16384 (links), 0 in der Mitte |
| AXIS_SPOILER_SET | Störklappen | -16384 (eingezogen) bis +16384 (voll ausgefahren). Wenn diese Achse zugeordnet ist, dann verbindet FSUIPC diese Kontrollen mit SPOILERS_SET. Es macht also wenig Unterschied, welche der beiden Parameter man benutzt. |
| AXIS_THROTTLE_SET | Gashebel bzw. Z-Achse | -16384 (idle) bis +16384 (Vollgas). Das ist ein einziger Gashebel für alle ausgewählten Motoren (ein Motor wird normalerweise durch Drücken der Taste E, gefolgt von den Tasten 1, 2, 3 und/oder 4 ausgewählt). Normalerweise gibt es bei dieser Achse keinen Umkehrschub, jedoch kann FSUIPC sie vier separaten Propellereinstellungen zuordnen (THROTTLEn_SET), wenn man den Umkehrschub mit der selben Achse steuern möchte. |
| BRAKES | Bremsen, gleichzeitig für links und rechts | Keine echte Achse im FS2000, kann aber von FSUIPC so behandelt werden. Der Wertebereich ist 0 (keine Bremsen) bis 16384 (Vollbremsung). |
| BRAKES_LEFT BRAKES_RIGHT |
Getrennte Bremsachsen | Keine echten Achsen im FS2000, können aber von FSUIPC so behandelt werden, z.B. für analoge Bremspedale. Der Wertebereich ist 0 (keine Bremsen) bis 16384 (Vollbremsung). |
| FLAPS_SET | Klappenposition | Klappen werden in Stufen gesetzt, nicht kontinuierlich. FSUIPC interpretiert den Eingabewert der Achse und ordnet den entsprechenden Klappenwert zu. Der Wertebereich geht von 0 (Klappen eingefahren) bis +16384 (Klappen voll ausgefahren). |
| MIXTURE_SET | Gemischsteuerung | 0 (mager) bis +16384 (fett). Wenn diese Achse benutzt wird, dann ordnet FSUIPC sie AXIS_MIXTURE_SET zu. Es macht also wenig Unterschied, welche der beiden Parameter man benutzt. |
| MIXTURE1_SET MIXTURE2_SET MIXTURE3_SET MIXTURE4_SET |
Getrennte Gemischsteuerung für bis zu vier Motoren | 0 (mager) bis +16384 (fett) |
| PROP_PITCH_SET | Propellersteuerung | -4096 (Umkehrschub) über 0 (feathered) bis +16384 (volle Steigung). Wenn diese Achse benutzt wird, dann ordnet FSUIPC sie AXIS_PROPELLER_SET zu. |
| PROP_PITCH1_SET PROP_PITCH2_SET PROP_PITCH3_SET PROP_PITCH4_SET |
Getrennte Propellersteuerung für bis zu vier Motoren | -4096 (Umkehrschub) über 0 (feathered) bis +16384 (volle Steigung). Alle vier werden gemeinsam gesteuert, wenn man eine einzige Achse von AXIS_PROPELLER_SET oder PROP_PITCH_SET zuordnet. |
| SPOILERS_SET | Störklappen | 0 (eingezogen) bis +16384 (voll ausgefahren). Siehe AXIS_SPOILER_SET. |
| THROTTLE1_SET THROTTLE2_SET THROTTLE3_SET THROTTLE4_SET |
Getrennte Gashebel für bis zu vier Motoren, inkl. Umkehrschub. | -4096 (voller Umkehrschub) über 0 (idle) bis +16384 (Vollgas). Alle vier werden gemeinsam gesteuert, wenn man eine einzige Achse von AXIS_THROTTLE_SET zuordnet. |
Als Beispiel für typische Zuordnungen beschreibe ich hier zwei USB-Eingabegeräte und zwar einen Joystick mit der Zuordnung JOYSTICK_00 und Pedale mit der Zuordnung JOYSTICK_01. Die Nummerierung ergibt sich durch die Reihenfolge des Ansteckens der Geräte bzw. durch die Zuordnung in der Windows-Spielesteuerung. Diese Zuordnung kann sich ändern, wenn die Joysticks abgesteckt und in anderer Reihenfolge wieder angesteckt wurden oder andere USB-Buchsen benutzen.
Das folgende Beispiel zeigt einen Auszug aus der FS2000.CFG-Datei und stammt von Bill Cusick (siehe Originalbeschreibung). Die Zuordnung für die Joystick-Knöpfe wurde weggelassen, weil sie für das Kalibrieren und Verwenden der Joystick-Achsen für FSUIPC nicht relevant sind.
[JOYSTICK_00] LOCKED=1 AXIS_FLAGS=31 AXIS_EVENT_00=AXIS_AILERONS_SET AXIS_SCALE_00=64 AXIS_NULL_00=0 AXIS_EVENT_01=AXIS_ELEVATOR_SET AXIS_SCALE_01=64 AXIS_NULL_01=0 AXIS_EVENT_02=AXIS_THROTTLE_SET AXIS_SCALE_02=64 AXIS_NULL_02=0 AXIS_EVENT_03=AXIS_PROPELLER_SET AXIS_SCALE_03=64 AXIS_NULL_03=0 AXIS_EVENT_04=AXIS_MIXTURE_SET AXIS_SCALE_04=64 AXIS_NULL_04=0 [JOYSTICK_01] LOCKED=1 AXIS_FLAGS=7 AXIS_EVENT_00=BRAKES_LEFT AXIS_SCALE_00=-64 AXIS_NULL_00=0 AXIS_EVENT_01=BRAKES_RIGHT AXIS_SCALE_01=-64 AXIS_NULL_01=0 AXIS_EVENT_02=AXIS_RUDDER_SET AXIS_SCALE_02=64 AXIS_NULL_02=0
Alle Joystickachsen die man mit Hilfe von FSUIPC genau kalibrieren möchte sollten folgende Werte bekommen:
AXIS_SCALE_nn=64 AXIS_NULL_nn=0
Ein Wert von -64 dreht die Richtung der Achse um. Diese Werte werden normalerweise von FS2000 durch die Einstellungen »Empfindlichkeit« und »Nullzone« festgelegt. Mit FSUIPC kann man aber genauer arbeiten und z.B. auch Nullzonen an den Enden einer Achse und in der Mitte vornehmen.
Wie man im obigen Beispiel sieht, werden getrennte analoge Bremsen durch die Zuordnung von BRAKES_LEFT bzw. BRAKES_RIGHT definiert. Die Skalierung sollte in diesem Fall auf -64 gestellt werden. Hat man nur ein analoges Bremspedal, dann ordnet man stattdessen BRAKES zu und kalibriert mit Hilfe von FSUIPC beide Bremsachsen. Dadurch erhält man eine proportionale Bremsstärke aber keine unterschiedlichen Bremskräfte für links und rechts.
Nach der Definition der Achsen in der FS2000.CFG-Datei startet man FS2000 und geht in die FSUIPC-Dialogbox, Abteilung »Joysticks«. Dort sieht man dann ungefähr diese Darstellung (die Werte können natürlich abweichen):
FSUIPC verändert keine Joystick-Achsen, außer man stellt es ein. Das obige Bild zeigt, daß keine Achse zugeordnet wurde. Hat man die Werte so wie im Abschnitt »Allgemeine Vorgangsweise« eingestellt, dann reagiert der Knüppel jetzt ziemlich nervös auf die kleinste Bewegung.
Mit dem Knopf mit dem Rechtspfeil im oberen Bereich kann man sechs verschiedene Unterseiten durchblättern. Die Arbeitsweise für das Einstellen der Achsen ist dabei überall gleich.
Die Zahlen neben IN und OUT geben den aktuellen Wert der jeweiligen Achse an. IN ist dabei der Wert, der vom Joystick geliefert wird, OUT der Wert, der von FSUIPC an den Flugsimulator weitergegeben wird. Wenn sich FSUIPC nicht einmischt, dann sind beide Werte identisch. Es gibt dann nur einen Knopf Set bei der jeweiligen Achse.
Drückt man den Set-Knopf, dann kann man die Achse kalibrieren. Es erscheinen dann drei weitere Set-Knöpfe und Zahlenfelder und der erste Knopf wird zu Reset, um die ursprüngliche Situation wieder herzustellen.
In der Darstellung in der Originalanleitung werden die Achsen »Ailerons« (Querruder), »Rudder« (Seitenruder) und »Elevator« (Höhenruder) von FSUIPC behandelt während »Throttle« (Gashebel) nicht verarbeitet wird.
Zum Kalibrieren geht man so vor:
Das war's eigentlich. Diese Methode führt man für alle Achsen auf allen sechs Unterseiten aus, die man mit FSUIPC behandeln möchte. Es gibt aber noch drei Spezialfälle:
Abschließend noch ein Hinweis. Das Drücken des Knopfs Normal defaults auf der Startseite löscht keine Joystick-Zuordnungen und kalibrierten Werte. Das muss man händisch tun, indem man die entsprechende Achse mit Reset löscht bzw. in der Datei FSUIPC.INI die ganze Sektion »[JoystickCalibrations]« entfernt.